8:50 VINV NEN T Gestelle befindlichen Thermometers und be- träufelt darauf; den Monusselinüberzug der einen Kugel allmählig mit gutem, flüchtigem Schwefeläther, der bei der medrigsten Temperatur noch sehr stark verdunstet. Um Sich in Dunst ver- wandeln zu können, bedarf er aber, wie oben Gg, 4- erinnert ist, der Wärme, Diese entzieht er der Glas- kugel, Dadurch wird'der in der Kugel enthaltene Aetbherdunst verdichtet und ein Theil desselben sammelt Sich in der abgekühlten Kugel als Flüssigkeit, Dies bewirkt aber eine Verminderung des Dunstes in der Röhre, also auch über dem Aether in der andern, ver- goldeten Kugel, Daher kann dieser Aether jetzt wie- der verdunsten, woran er vorber durch die Schon im Maximo über ihm vorhandene Dunstmasse verhindert wurde. Es erfolgt also an der Oberfläche lebhafte Verdunstung, Mit dieser'ist aber wieder ein Erkalten der nächsten Theile verbunden. Die der Oberfläche des Aethers zunächst liegenden Theile vermindern also ihre Temperatur, Dies hat einestheils ein Sinken des in den Aether eingetauchten Thermometers zur F 0)ge; an- derntheils aber wird auch die vergoldete Kugel be- trächtlich erkältet und besonders da, wo sie der Ober- lläche der eingeschlossenen Flüssigkeit am nächsten ist. Die Kugel ist an ihrer äauſsern Oberfläche in Berührung mit der Luft und theilt derselben in ihrer unmittelba- zen Umgebung ihre kältere Temperatur mit. Gesetzt nun; in der Luft befände Sich 80 viel Dunst, als sie bei der Temperätur, welche sie hat, nur aufnehmen kann; 50 wird bei der geringsten Erkältung ein Theil dieses Dunstes in tropfbares Wasser verwandelt wer- den, und zich also, indem das Thermometer im Innern nur eben zu Sinken anfängt, gleich in Gestalt eines
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Ueber den Gebrauch des Daniell'schen Hygrometers : zu haben bei dem meteorologischen Instrumentenmacher Johann George Greiner : [Verf.: E. F. August]
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