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Die Forstwirthschaft nach rein praktischer Ansicht : so wie sie der Privatforstbesitzer oder Verwalter führen muss, um sie in Verbindung mit der Landwirthschaft am vorteilhaftesten einzurichten ; ein integrirender Theil der allgemeinen Encyklopädie der gesammten Land- und Hauswirthschaft der Deutschen ; mit einer Kupfertafel / dargest. von W. Pfeil
Entstehung
Seite
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302 Forſtwirthſchaft,

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Die Hauptrechnung, welche der Nevierverwalter führen muß, zerfällt in drey Haupttheile:

1) die Materialrehnung, 2) die Geidremnung, 3) die Freyholzrechnung,

Die Materialrechnung muß ſo viele mit laufenden Nummern bezeichnete Rbtheilungen haben, als verſchiedenes Nubbolz und anderesMaterial in der Rechnung vereinnahmt wird.- 3. B, Stamm: und Bauholz, Bretk'öte und Bretwaaren, Stab- und Böticherbolz, Wagnerholz, Nußholzklaftern, Eichengerberrinde, Klafcerbolz und Reiſig u. ſ; w. Die Einnahme wird»darin ſpes ciel eingetragen, daß jede verſchiedenen Sortimente für ſich ſums miri werden können, wozu jedes Kapitel(o viel Abtheilungen ers bäit, als dazu nöthig ſind. Sie wird durch die Ausgabe der Geldre<hnung für eingeſchlagenes Holz, oder genommenes Max terial beleat, indem dieß auf den von dem Unterförſier odex Forſtbeamren atteſtirten Quittungen der Holzſchläger, ſpeciell verzeichnet iſt. um jedem Unterſchleife vorzubeugen, müſſen dieſe letztern jede mal ſelbſt das Gelid bey der Gaſſe empfangen und die Nichtigkeit der ſpecificirten Hölzer anerkennen. Die Ausg202 kann von der Materxialeinnahme ſummariſch, nach den Abſch!üſſen der Geldrechnung und Freybolzrechnung abgeſchries ben werden, va in dieſen ſchon die Ausgabe des Materials ſpes ciell nachgewieſen und belegt wird,

Die Geld- und FreyholzreHhnung erhalten für den Einſchlag, Verkauf und freye Verabfolgung der in der Materialrechnung verrechneten Gegenſtände ganz gleiche Kapitel, welche dieſelbe Nummer haben. Sie ändern ſich nur darin, das in dieſer die Prt des Einſchlags angegeben wird, in der Geldrechnung dages gen ver Name des Zahlers und Empfängers, und. die Geldrus brif hinzukommt. Da es aber die Materialrechnung ſehr vers weitläuftigen würde, wenn man in ihr Einnahme und Ausgabe von jedem Orte beſonders führen wollte, ſo thut man wohl, ein beſonderes Controllbuch anzulegen, worin jeder durch beſtimmte Fenntliche Grenzen eingeſchloſſene Forſidiſtrikt ſein beſonderes Blatt erhält, auf welchem alles darin ausgegebene: oder einges ſchlagene Holz eingetragen wird, um auf der Stelle überſehen zu können, wie viel Ho'z darin ſteht. Dazu gehört aber allerdings, daß jedesmal bey dem Einſchlagen, oder der Anweiſung und Ver: abfolgnng des Holzes genau bemerkt wird, in welchem Forſtorte dieß erfolat iſt. Auch von den Ablogen, wohin das Ho!z zuſame2 mengerüct wird, muß die Rechnung beſonders geführt werden,

Vlle Pnweiſungen auf Holz odey anderes Material, ertheilt der Revieryerwalter, Iſt etwas zu entrichten, ſey es an Kaufs geld, Zins, Schlagerlohn, Stammgeld oder irgend einer Zahlung, ſo erhalten ſie erſt Gültigkeit, wenn der Caſſenrentant den Ems

pfang derſelben quittirt hat. Sodann händigt ſie der Empfängeyx dem Forſtbeamten aus, welcher die Inweiſung beſorgt und für die Beſtände haftet, der ſie erſt dann an den Revierverwalter zurüFziebt, wenn ihm das vergbfolgte Material in ſeinem Be- ſtandsbuche abgeſchrieben wird. Die Freyholzanweiſungen, auf welche nichts gezahlt wird, müſſen bey der Abholung des Hols zes von dem Empfänger quittirt an den Förſter, der die Anwei« ſung beſorgt, abgegeben werden, um ſie als Beleg zu den Rech:

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