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14. Abſ<n. Kenntniß der Forſtgewächſe,
(427) vdey gar über der Erde hervorkommen, keine neuen Wurzeln aus der Rinde entwickeln, die alte Mutterwurzel fault aus und theilt ihr Verderben dem Ausſchlage mit; woher es denn kommt, daß Schläge, wo viel alte Aspen ſtehen, vder früher geſtanden ha- ben, ſich mit dichter Wurzelbrut überziehen, wenn ſie blank ge- Hauen werden, die entweder ſchon nach wenig Jahren abſtirbt, vder doch nie einen ausdauernden, viel Holz gebenden auten Be- ſtand geben kann. Man muß auch deßhalb lieber die alten, flach liegenden, ſtarten und einen faulen Kern habenden Wurzeln gleich heraushauen laſſen, und nur die geſunden Spitzen derſelben, ſo wie die geſunden, ſchwächern und tiefer liegenden zur Verjün- gung des Waldes benupen.-- Alle Pappelarten müſſen übri- gens ſiets fleißig durchhauen werden, um das in ihnen ſich häu= fig zeigende abſterbende Holz, welches nur kurze Zeit dauert, zu gute zu machen, vorzüglich wenn die Beſtände von Wurzelbrut perrühren. Die Aspe wirkt durch ihre Beſchattung nicht nach» theilig, ihre Wurzeln erſtrecken ſich, porzüglich in lockerm Boden, aber auch ſehr weit, was die Urſache iſt, daß ſie ſelbſt in einem magern Boden ſich noch erhält, da ſie dadurch eine ſehr große Fläche zu ihrer Ernährung benuten kann. Zu Kopfholz eignet ſie ſich nicht, erzeugt ihr Holz überhaupt mehr am Stamme, als an den Aeſten. Zur Vermiſchung mit andern Hölzern im Hoch- walde taugt keine der Pappelarten, weil ſie bey ihrem raſchen Wuchſe die langſam wachſenden verdämmen oder unterdrücken, und dann gewöhnlich auch früher benutzt werden müſſen, bevor der vortheilhafteſte Zeitpunct für die Benutzung des übrigen Beſtandes eingetreten iſt. Doch kann man ſie mit Vortheil als Overbaum im Mittelwalde da ziehen, wo Haſeln Unterholz iſt, da dort ihre Beſchattung wenig nachtheilig iſt. Zu Bauholz im Trocknen, wo es durchaus gegen Feuchtigkeit geſchütßt iſt, eig net ſich die Aspe noch beſſer, als die Schwarzyappel, da ſie gröz ßere Dauer hat; wie man ſie dann auch da, wo die Nadelhölzer mangeln, oft ausſchließlich zu Sparren, Balken, Stockholz u. dgl. braucht. Eben ſo giebt ſie ein vorzügliches Schnitnutholz zu Mulden und ähnlichen Gegenſtänden, wird von Drechslern verarbeitet, und ſelbſt die in der Saftzeit geſchälten Stangen, welche dadurch ſehr feſt werden, ſind gut zu Wagendeichſeln, Leiterbäumen und Hopfenſtangen. Das Laub derſelben iſt ge- trocknet weniger gut zu Viehfutter, als das der Schwarzpappel z dagegen wird es aber friſch eben ſo, wie die markigen Triebe im Winter, ſehr vom Viehe und Wilde geſucht, und nur, wv die jungen Aspen dagegen geſchüßt werden, kann man ſie mit Sio cherheit erziehen.
c) Die Silberpappel gleicht hinſichts ihrer Eigenſchaf ten im Allgemeinen der Schwarzpappel, und verlangt nur ein etwas milderes Clima und einen fruchtbarern Boden, da ſie auf magerm weniger" gedeihet.
8. Die Weißbuche, Carpinus betulus,
„Gewöhnlich wird dieſer Baum mit der Buche, mit welcher ex Übrigens botaniſch genommen gar nicht verwandt iſt, zuſammenge- troffen, da ſie gleichen Standort liebt, ſelten in größern geſchloſſes nen Beſtänden als herrſchende Holzgattung« Doch findet man ſie auch wohl in den Flußthälern, welche ſtrengeren thonigen Boden


