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4. Abſ<hn. Kenntniß der Forſtgewächſe,
(425) welche in Gärten und an den Wegen angepflanzt ſind, doch die Aspe iſt wohl eigentlic) nur als urſprünglich deutſcher Walde baum, von allen, anzuſehen. Die Schwarz- und Silberpappel finden ſich jedoch ſchon ſo häufig in vielen Wäldern der Fluße= thäler im nördlichen Deutſchlande untermiſcht, daß man ſie um ſv weniger unbeachtet laſſen kann, als ſie auch durch ihren un- gemein raſchen Wuchs mit vielem Vortyeil zu ziehen ſind.= Derjenige Boden, auf welchem dieſe Holzgattung am beſten ge- deihet, iſt Sand; jedoch muß derſelbe friſch, humusreich, eher feucht, als trocken ſeyn, wenn ſie einen ganz vollfommnen Wuchs erhalten ſoll. Sehr bindenden ſtrengen Boden, Felſen und ſtei- nigten ſcheuet ſie, und überhaupt trifft man ſie. mehr in dem Meeresboden und Ebenen, in den Flußthälern, als in den.Ber- gen. Große Tiefgründigkeit iſt nicht Bedingung ihres vorzüg2 lichen Gedeihens, da die Wurzeln flach laufen; die Schwarz pappel erträgt ſogar eine ziemliche Beymiſchung von Säuren. Die Aspe wird noch am häufigſten, jedoch in der Regel nicht von vorzüglichem Wuchſe, in den Bergen getroffen.
a) Die Schwarzpappel hat unter allen deutſchen Holz- arten auf paſſendem Boden vielleicht den raſcheſten Wuchs, und keine iſt ſo geeignet, da, wv ſchon Holzmangel eingetreten iſt, Dieſem ſo ſchnell abzuhelfen, worin ihr die Aspe nicht gleich kommt, die ſich überhaupt in ihren Eigenthümlichkeiten weſent= lich von der Schwarzpappel unterſcheidet. Als eigentlicher Hoch» wald wird keine Pappelart behandelt, indem die Fortpflanzung derſelben durch Samen ſehr viel Schwierigkeiten unterworfen, dagegen der Anbau durc Stecklinge bey der Schwarzpappel ſehr ſicher, raſch, die Erhaltung der vorhandenen Beſtände durch Wurzelausüſchläge ſehr leicht Statt finden kann, Am vorzüglich» ſten eignet ſie ſich zum Anbau ſandiger feuchter Niederungen, der Sandbänke in Flüſſen, alter Teiche von ſandigem Grunde z ſelbſt auf flüchtigen Sandſchollen und hohen Sandbergen wächſt ſie noch, wenn nur ihr Grund nicht zu trocken iſt. Bepnahe Überall iſt ſie als Alleebaum fortzubringen, und wird, wegen ihres raſchen Wuchſes, auch häufig dazu benutzt; doch iſt ſie an Feldern theils wegen ihrer ſtarken verdämmenden Beſchattung, theils wegen der ſehr weit auslaufenden, die Beackerung hinz dernden Wurzeln, unangenehm. Um ſtärkere Pflanzſtämme zu erhalten, zieht man dieſe gewöhnlich in Pflanzkämven, welche auf feuchtem ſandigen Boden angelegt werden. Buſch- und Schlagholzorte werden aus ziemlich dicht gelegten Stecklinoen gezogen. Von dem Verfahren dabey wird in der Folge näher die Rede ſeyn. Das Holz iſt als Brennholz vielleicht noch nicht ganz halb ſo gut als das Buchen; denn genau läßt ſich die Brenngüte keiner Holzgattung angeben, da die deßhalb ange ſtellten. Unterſuchungen ſebr verſchiedene Neſultate und deßhalb abweichende Meinungen der Schriftſteller ergeben haben. Die Menge, welche gewonnen wird, erſetzt dieß jedoch, da man ein doppelt und dreyfaches Volumen an Holz aus einem Pappel» Niederwalde, von 20 bis 25jährigem Umtriebe, erhält, als aus einem Buchen und ſelbſt Eichen, ſo daß die Maſſe des erzo2 genen BrennſioFs im Pappelwalde doch zuletzt die größte iſt, Als Bauholz iſt ſie nur ganz im Trocknen zu benutzen, da ſie in freyer Witterung nur ſehr geringe Dauer hat. Starke Pap2
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