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Die Forstwirthschaft nach rein praktischer Ansicht : so wie sie der Privatforstbesitzer oder Verwalter führen muss, um sie in Verbindung mit der Landwirthschaft am vorteilhaftesten einzurichten ; ein integrirender Theil der allgemeinen Encyklopädie der gesammten Land- und Hauswirthschaft der Deutschen ; mit einer Kupfertafel / dargest. von W. Pfeil
Entstehung
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12 Forſiwirthſchaft. (424) verliert und dadurch für die genannten Arbeiter weniger bräauche- bar wird. Als Schlagholz dürfte ſie am vortheilhafteſten im 25- 30jährigen Umtriebe zu benutzen ſeyn, und kann an Maſſe wenigſtens die Hälfte mehr, bis das Doppelte, als der Eichen- Niederwald geben. Als Brennholz hat es jedoch auch nur den halben Werth, wie das Buchen. Als Bauholz kann es nux ganz im Trocknen als Stückholz, oder zu Balken und Sparren im Nothfall, benutzt werden. Dagegen wird es ſehr geſchäßtt zu Mulden, Löffeln und ähnlichen Schnitäarbeiten; die Tiſchler ziehen es jedem anderen zu den innern Käſten und Wänden gu- ter Schränke vor, wozu es gut bezahlt wird, wenn es die ge- hörige Stärke, Aſtreinheit und Weiße hat. Am beſten wird das Holz dazu äöleich nach dem Fällen geſchnitten und die Bret- ter müſſen, geſchüßt gegen Regen, gut getrocknet werden. Eine ſehr beträchtliche Nutung gewährt der Baſt, am vortheilhafte- ſten von 20 bis 30jährigen Stangenhölzern gewonnen. Er wird in der Saftzeit geſchält, dann im Waſſer geröſtet und auf einer ghnlichen Maſchine, wie die zum Flachsbrechen. beſtimmte, von den groben poröſen Rindentheilen geſäubert, wo er dann bey uns blvß zu, Dohnen, Baſtſtriken an Fiſchernetze u. dal. benutzt wird, wogegen man in Rußland vorzüglich Baſtmatten zum Verpacken der Kaufmannsgüter daraus fertigt. Es iſt dieß ein ſehr ge- ſuchter- und gut bezahlter Artikel, wofür Rußland jährlich mehr als Eine Million Thaler einnimmt z; und es wäre zu wünſchen, daß da, wo Lindenſchlaghölzer ſind, dieß Fabrikat auch in Deutſch- Jand bereitet werden möchte. Als Kopfholz läßt ſich die Linde ſehr gut behandeln, und giebt. nicht bloß einen reichen Holzer- trag, ſondern auch durch das getrocknete Laub ein gutes Schaf- und Ziegenfutter. Sie läßt ſich ſehr gut noch ziemlich ſtark ver- pflanzen, da ſie viel Faſerwurzeln dicht um den Stamm herum Hat, und wird ſehr als Alleebaum geſucht. Da ſie jedoch eine weite Aſtverbreitung und dichte Belaubung hat, ſo beſchattet ſie, dicht gepflanzt, nicht bloß die Wege ſehr und verhindert. das Austro>knen derſelben ſehr, ſondern verdämmt auch das Getreide auf den Feldern.= Die ſchönſten ſtarken Pflanzlinden werden in Holland gezogen, von wo man ſie bis nach Deutſchland kom- men laßt. Bey der ſtarken Nachfrage nach guten Pflanzſtämmen, wäre es auch gewiß da, wo paſſender Boden iſt, eine gute Spe- culation, in Pflanzkämpen dergleichen aus den Samen hochſtäm-

mig und mit guter Krone zu erziehen. Dazu ſammelt man im|(Vin Uiiho Svpätderbſt. den reifen Samen und ſäet ihn in gut zubereiteten,| HUN Ina ſo viel als möglich vor ſchneller 3 veſung gefjicherten, lockern<;(Wt DW wdv; Boden in Reihen, indem man il etwa x Zoll hoch mit Erde* Wi is]

bede>t wo er dann zuweilen im nächſten, zuweilen erſt im zweyten Frühlinge aufgehet. Wenn die Pflänzchen dann 3 Jahre alt ſind, ſeßt man ſie in die Baumſchule in Reihen, wo ſie nochmals verpflanzt werden müſſen, wenn man die Abſicht hat, große Pflanzſtämme für Alleen zu ziehen. Auch Wildlinge qus dem Forſte können Übrigens dazu in Pflanzkämpen heraufgezo- gen werden.| 5% 7. Die Pappel, Populus. a) die Schwarzpappel, P. nigra;(nN; Hb) die Aspe oder Es8pe, P. tremnla; c) die Silberpap-

vel NP arba.]|

Wir haben zwar in Deutſchland noch mehrere Pappelarten," 34