Forſiwirthſchaft. RD
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420) . denſelben Boden und Standort, vermeiden eben ſowohl zu dürren, als ſumpfigen, vorzüglich, wenn er Säuren enthält, als zu bindenden. In einem friſchen humoſen Sandboden trifft man den Spitahorn zuweilen. Der Maßholder wird am häufigſten in kräftigem Flußboden und tiefgründigen Vorbergen an den Rändern des Waldes, am Felde und an den Wieſen gefunden, wovon er auch Feldahorn heißt. j Da vorzüglich die beiden erſten Arten, der gemeine und SG Spipahoxn ein Gegenſtand des forſtlichen Anbaues ſind, auch in vieler Hinſicht zuſammen abgehandelt werden können, ſo iſt von ihnen auch zuerſt die Rede. An Höhe erreichen ſie gewöhnlich dieſelbe Größe wie dieje- nige Holzgattung, unter welche ſie eingeſprengt ſind; in Hin- ſicht der Die bleiben ſie aber wenigſtens ſehr hinter der Eiche und Buche zurück, da ſchon ein unterer Durchmeſſer von 30 bis 36 Zoll ſelten iſt. Im geſchloſſenen Stande erreichen ſie einen ziemlich aſtreinen Schaft, der jedoch weniger vollholzig iſt, als der der Buche. Die Krone wird ſchirmförmig von ziemlich ſtar- ken Aeſten, die ſich nur in den äußern Spitzen in kleine Zweige theilen, gebildet; der Ahorn gewährt deßhalb auch keine ſo dichte verdämmende Beſchattung ,- als die Buche. Im freyen Stande bleiben die Aeſte bey 20 bis 30 Fuß Höhe, ziemlich vereinzelt, fortwachſend. Zwar hat er nur eine kurze Pfahlwurzel, doch ziemlich tiefſtreichende Seitenwurzeln, die von einer fruchtbaren a Bodenſchicht bedeckt ſeyn müſſen, wenn der Baum gedeihen ſoll. Streurechen iſt: ihm deßhalb auch verderblich. In der Jugend iſt der Wuchs auffallend ſtark, läßt jedoch nach 49 Jahren ſehr nach, ſo daß ihn nach 100 Jahren die Buche oft ſchon wieder im Überholt hat. Da man keine ſehr ſtarken Hölzer von ihm ver- 19:004 langt, ſo dürfte er mit 80 bis 90 Jahren am vortheilhaäfteſten Tt benutzt werden, obwohl man ihn gewöhnlich das Alter der do- minirenden Buchen erreichen läßt. Ganz vorzüglich iſt er als Schlagholz, weil er ſehr lange eine ausgezeichnet ſtarke Aus- ſchlagsfähigkeit erhält, und die Stockloden ſehr ſchnell wachſen. Ein 30. bis 35jähriges Alter iſt für ihn im Niederwalde in der Regel am vortheilhafteſten. Wurzelbrut iſt nicht von ihm zu erwarten, und er muß deßhalb ſo hoch gehauen werden, daß er am Sto>Xe wieder ausſchlagen kann. Durch Senker iſt er we- gen ſeiner ſtarken geraden Schüſſe, die ſich bald von allen Sei- tenzweigen reinigen, nicht zut fortzupflanzen. Ex erträgt in der Jugend weniger dichte und auch nicht ſv lange dauernde Be- 1000 ſchattung, als die Buche, und daß man ihn gewöhnlich in den 4% 0, ſehr dunkeln Beſamungsſchlägen dieſer Holzgattung erziehen will, G dürfte die Urſache ſeyn, warum von dem häufig erſcheinenden Anfluge ſo wenig herauf gebracht wird. Sonnenſeiten, zumal wenn ſie trocken ſind, ſagen ihm weniger zu, als friſche Mitter: nachtſeitenz er leidet an den erſteren auch weit mehr durch die ſpäten Frühjahrsfroſte, weil die Vegetation an ihnen früher be- ginnt. Als Kopf- und Schneidelholz giebt er weniger Ertrag, die Stämme halten auch die Behandlung nicht lange aus z; doch iſt die als Schneidelholz ihnen noch am erſten zuſagend. Das Volumen, welches er als Baumholz giebt, iſt nur im kurzen 1 Umtriebe beträchtlicher, als das der Buche; im mittlern von 80 4 bis 100 wird es ihr ziemlich gleich, im höhern nachſtehen, Als“M
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