Forſuvirthſchaft,
(416); Friebe 15 bis 25 Cubikfuß. Für den Mittelwald*) eignet ſich die Eiche als Oberbaum ſehr gut, ſobald man ſie fein zu hohes Alter erreichen läßt, da ſie dann durch ihren Schatten wenig Schaden thut, bald ein brauchbares Nußho1z3 giebt und reichlich Früchte trägt, wozu der freye Stand derſelben viel beyträgt. Als Unterholz gedeiht ſie nur bey wenigem und nicht ſehr be- ſchattendem Oberholze. Auch zur Bepflanzung der Triften und Anger in nicht zu engem Stande iſt ſie ſehr geſchickt, da ſie reichliche Majinußung gewährt, und der Gragerzengung nicht ſehr nachtheilig iſt, ſobald man nur die niedrigen Aeſte weg- nimmt. Bon ausgezeichnetem Nuten für den Landwirth iſt ſie als Schneidelholz an den Feld- und Wieſenrändern z; ſie giebt daſelbſt einen reichlichen Brennholz: Ertrag, ein vortreffliches Schaf- und Ziegenfutter durch. ihr Laub, im Stamme nod) Nubholz, welches vielfach zu Bohlen, Bauholz, ſelbſt Wagner- holz zu venußen iſt, ohne dem Felde nachtheilig zu werden.-- Bon ihrer Behandlung bey jeder Art der Benutzung und des Betriebes wird weiter unten die R
tede ſeyn.
Ihr Holz hat eine große Gebranchsfähigkeit, Sie iſt ein ſehr dauerhaftes Land- und Waſſerbauholz, welches jedoch nicht gut zu Balken, Sparren, oder einem Gebrauche, wo es hohl liegt und viel zu tragen hat, verwendet werden kann, da es ſich dann leicht frumm zieht. Das jüngere Eichenholz und die Kernſtücke geben ein feſtes und zähes Schirr- und Wagnerholz, die altern Stämme viele verſchiedene Spalthölzer, Von der Be- nußung deſſelben wird beſonders gehandelt werden. Die Dauer des Eichenholzes wird noch ſehr vermehrt, wenn-man den Stamm im May, ohne ihn zu fällen, bis in den Wipfel hexr- auf ſchält, und ſo erſt abwelken und dann austrockinen läßt. Auch das Einweichen in Holzſäure, welche bey den Theeröfen in großer Menge gewönnen und in der Regel gar nicht be- nußt. wird, ſchüßt das Eichenholz eben ſv wie 12des andere ſehr gegen Wurm und Fäulniß. Der Splint muß bey jedem Gebrauche, wo Dauer und Feſtigkeit verlangt wird, ſtets rein
Hinweggenommen werden, da er dieſe Eigenſchaften nicht hat, ERN. und vorzüglich ſehr leicht im Trocknen vom Wurme angegrif- NEN fen wird. Er iſt ſehr leicht an ſeiner weißen“ Farbe zu er- 6 kennen, und oft haben die äußern Splintlagen die Diete ei: Hj; nes halben Zoils. Wo eine beſtimmte Stärke vom innern;
Baume verlangt wird, wie 3. B, bey Mühlwellen, muß man fich von der Dire des Splintes unterrichten, und den Baum einterben, da dieſe in Abrechnung gebracht werden muß. Alte anbrüchige Stämme haben auch in den geſunden Theilen nicht die Dauer des mittelwüchſigen Holzes, auch eine geringere Brenngüte, Nach Werne>s Verſuchen**) verhält ſich dieſe MRG zu der der Buchen dergeſtalt, daß, wenn die Klafter Buchen 2300 11000 04 2 Thaler werth iſt, die Klafter Eichen etwa einen Werth von KU
1 Zhlr. 20 Sgr.(12 Thaler) hat, Die Kohlen ſind zwar EM im nach demſelben Schriftſteller verhältnißmäßig etwas beſſer, wer- Eb Nimo; *) Da in der Folge alle fechniſchen Ausdrüc>e deutlich gemacht werden, bin WE wird hier ihre Erklärung übergangen.“ hrp 00 m **) Phyſikaliſch-<emiſche Abhandlung über die ſpecifiſchen Gewichte und Vo Wet verſchiedene Brennkraft der vorzüglichſten deutſchen Hölzer, von v. KENT Was =Werne>, Gießen, bey Heyer, 1808, NETGUEN


