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Vorrede. IX
und auf der hergebrachten gleichſam angeerbten Meinung beſtehen, daß ihren Thieren nicht mehr
- Güteoder Pflege erzeigt werden könne, als went
ſie recht warm, d, i, infeſt verſchloſenen Stäl- jen, aljo bey eingekerkerter Luft, gehalten wer- den, ſowie ſie glauben; daß etwa dem Menſchen recht wohl iſt;-wenn er in einer warmen Stube ſiben;oder in einemwarmen Bette ſchlafen kann, Hier nun muß.ich-dienenegen; Verſüche:auslän» diſcher Naturforſchermitſprechen laſſen, vie nach mir auf die: gleiche Spur gefommen ſind„und mit.mir folgenden richtigen Schluß gemacht ha- ben: die Natur erwärmer' den Leib: der Woll» thiere mit ihrem Pelze zur vblligſten/ und erkläret/hiemit; daß ſie zum Leben in der freyen, friſchen Luft gemacht ſind.“ Ihnen ſol- c<e entziehen, iſt alſo nichts anders; als ihnen das Leben verkürzen, ſie: vor der Zeit ſchwach undhinfällig, oder zu allerley Krankheiten auf- gelegt machen.
Hr. Daubenfon, der durch ſeinen Un- fervicht für Schäfer und Schäferenherren auch unter uns berühmt geworden, hat ſeit 18 Jah- ren das Experiment in Frankreich gemacht, daß die in freyer Luft lebenden Schaafe weit weni- ger Krankheiten unterworfen ſind, als einge- ſtallte.Schaafe, und daß das Sterben nie un- ter jene fomme, wie es ſo oft unter dieſe kömmt,
Hr. d'Isjonval hat in der Abhandlung, die er in der Akademie der Wiſſenſchaften zu Pa- xis vorgelejen, noch mehr Facra über die Lebens-
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