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Der Küchengarten. 3X
Sollte man erſt im Frühjahre auf einen hohen, krock= nen Boden den Saamen bringen, etwa weil man ihn nicht eber erlatigen können, ſo kann man ihn wohl nach Hr, Grotjans Rathe 5 bis 6 Tage erſt im Waſ= ſer aufquellen, und. ihn durc Begicßen beſtändig feucht erhalten. Und damit die Befeuchtung in den Furchen ſich deſto beſſer darin erhalten möge, kann man ſie ſo lange mit Moos verde>kt halten, bis der Saame nach 8 bis 10 Wochen etwa hervorzuwachſen beginnet. Ts darf wohl nicht einmal erinnert werden, daß das Spargelſaatbeet vom Unfraute rein gehalten, und fleißig gejätet werden müſſe. GSonft verbutten die zarten Pflanzen, und die Hoffnung, recht vorzüglich dicken Spargel davon zu ziehen ſchlägt fehl, Jm Sommer muß man aud) die zu dick bey einander ſea henden Pflanzen durchziehen, und ſie ſo dünnyg machen, daß zwiſchen jeder ein Raum von 3 bis 4 Finger breit bleive. Sind zn Ende des Octobers die Stängel ganz verwelkt und abgeſtorben, kann man ſehr feineu oder furzen verrotteten Dünger überher ſtreuen, welcher theils die jungen Pflanzen dünget, theils ſie wider den Winterfrotk beſchüßet.
Zum Verſeßen ſind die jährigen Pflanzen am be» ſten, weil es ihnen weniger als den alten ſchadet, wenn die feinen Wurzeln beym Aufnehmen abgeriſſen werden, dagegen die ſtörkern Wurzeln des ältern Spar»- gels leicht den Sto> in Fäulniß verſeßen können. Sels= ten wird eine einjährige Pflanze zurückbleiben, welches doch bey zweyjährigen öfters geſchiehet.
Es iſt aber das Verſeßen der Pflanzen eben keine Nothwendigkeit; man kann ohne dieſe Weitläuftig*eit Spargel ziehen, der dem verſeßten nichts an der Stärz fe nachgiebt, in der längern Dauer aber übertrifft. Hier iſt die Anweiſung dözu:.
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