Teil eines Werkes 
2 (1784) Der Hausvater in systematischer Ordnung. 2
Entstehung
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Erſtes Kapitel.

genden, von der Mitte des Aprils an bis zu An- fange des Junius, keine Regen gehabt, weil die Strichregen von Gewittern ſie nicht berühret hae ben. Die kleine Gerſte wird alſo(ich ſchreibe die fes am 1 1ten Jun, des J. 1783) gar leicht der ſpäe ten Frühlingsgerſte den Rang abgewinnen fönnen, da nun die Regen ſchon allgemeiner zu werden anfangen.

Die Sommertzerſte wird faſt durchgängig zu Anfang des Junius geſäet, und ich wünſchte, daß man ſich, wie es Linnäus auch angerathen, bey der Ausſaat aller übrigen Saamen eben ſo nach dem natürlichen Kalender richten möchte, wie es viele Gegenden in Anſehung dieſer kleinen Gerſtezu thun gewohnt ſind, da ſie ſolche nicht eher ſäen, als bis der Kalinkenbeerſtrauch, Droſſelbeer- ſtrauch, Schwelgenbäum, Viburaum Opulus L. in der Blüthe iſt,

I< bin ſehr der Meynung, daß diejenigen Gegenden, die keine andre, als Sommergerſte, bauen, das Herkommen weniger, als die'Bes ſchaffenheit ihrer Aecer und der Witterung zu Rathe ziehen ſollten, um nicht ſo oft einen ſo ſtate ken Ausfall diefer Feldfrucht erleiden zu düren.

Niedrige, und. auch in dürren Jahren ohne Re-

gen ſo ziemlich beſtehende, Aecker könnten bey ob» bemeldter Säezeit beharren. Hochgelegene Ae- er aber ſollten früher oder ſpäter veſdet werden, um in trockenen Jahreszeiten die Gerſte gut forts zubringen. Jn der früheren Jahreszeit wird die Winterfeuchtigkeit der Gerſte fortheljen, daß ſie aus den Kappen in Zeiten kommen fann. Denn es iſt bekannt, daß. die Gerſte in den Kappen

' oder Balgen ſteFen bleibt, oder nicht die Aehre

aus