Vorrede. XIX
So lange man die wahren Urſachen dieſes Ue bels nicht weiß, oder wiſſen kann, iſt man auch auſſer Stande, ſolches zu verhüten, oder die rechten Mittel dawider zu wählen, Cs iſt da- her ein ſehr intereſſantes Problem in der Wirth- ſchaft wie der Brand abzuwenden ſey? Glau- be ich nun ſelbiges, nach Gegeneinanderſtellung - der Theorien bewährter Naturforſcher und Wirth= ſchaftslehrer vom Brande, aufgeldſet zu haben, ſo wird ſolches gegenwärtigem Bande doch zu einiger Empfehlung gereichen müſſen, wenns ihm an andern mangeln ſollte.
Da ich hier kein Kompendium ſchreibe, ſd würde dem Werke den Vorwurf der Unvollſtän- digkeit zugezogen haben, wenn darinn nur der Unterricht von den gemeinen Kornarten, nicht aber von den theils mehr, theils weniger, bes kannten Varietäten derſelben gefunden würde, Der Leſer muß es wiſſen, wie weit man mit der Cultur fremder Korngeſame gekommen ſey, und was die bisherigen Verſuche zum Beybehalten, oder Weglaſſen derſelben, ausgewieſen haben, Man iſt in Anſehung der meiſten unter ihnen noch lange nicht ſo weit, daß man ſagen könne; ihr Anbau ſey überall, und in aller Abſicht, zu wi- derrathen.. Was war die amerikaniſche Frucht, die Ertüffeln, nur noch vor 30 bis 40 Jahren unter uns? Hin und wieder die Seltenheiten eie nes Gartens, oder. die Speije einer dunfeln Haushaltung, Was iſt nun in Deutſchland
b 2 über-


