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Allgemeine Regeln, 9
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ſten im Lande angeſehen werden kann. Der vori- ge Pachter des Ritterguths mußte jahrlich 900 Rthlr. Pacht geben, und man ſagt, daß die- ſe Pacht zu hoch geweſen, und der Pächter dariü- ber verarmet ſey. Die Unrerhaltung des präch- tigen großen Gartens ſoll jährlich) an die 500 Thl.
geben. Hierzu kommt, daß der große Garten ſo viel Dünger dem Acker entzieht, auch ſo viel Men- ſchenhäude, die der Gärtner bey den nöthigſten Feldarbeiten fordert, beſchaftiget, da doch die Dienſipflichtigen von jeher kaum hinreichend ge- weſen ſind, den Acker ſo nothdürftig zu beſtellen. Eraſt wird von Schmeichlern wegen ſeines guten Geſchmacks in der Gärtnerey. gelobet, und dieſe Schmeichler bekommen dafür den rareſten Wein und die beſte Bewirthung. Da Fraſt keine an- deve Quellen der Cinnahme, als die von ſeinem Guthe hat, ſo darf er nur no< ein Paar Jahre auf ſolchem Fuße fortwirthſchaften, um ſich von ſeinen Gläubigern ſo in die Enge bringen zu laſ- Fen, daß er, von ſeinen biSherigen jungen Schmeich- lern verlaſſen, in einer finſtern Cinſamfeit Waſ- ſer trinken muß.
Auch Philon gehöret unter die Landwirthe, welche wider den Grundſaß, daß kein Nahrungs- zweig den andern entkräften ſolle, verſtoſſen. Er hat noch ein geringeres Landguth, als Eraſt. Sein voriges Wohnhaus war ihm zu klein; er Hat ein viermal größeres mit Schulden erbauet. Ware er gleich ohne Schulden geweſen, ſo hätte die Erhaltung des Hauſes von auſſen und innen jährlich den dritten Theil der Wivrthſchaftsein- Fünfte verzehret. Nun merkt er ſeinen Fehler, und tröſtet ſich damit, daß das prächtige Haus Käufer anlocken, und einen deſto beſſern Verkauf
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