Teil eines Werkes 
2 (1807) Der practische Ackerbau oder vollständiges System der verbesserten neuen Landwirthschaft. 2
Entstehung
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386 Oreischnte Abtheilung,

Da aber die Cultur der berfhicdenen Arten grüner Grücdte zur môglicbft vollfommnen Benubung der lebtern vonnôthen ift, fo wird bei diefem ettas mebe Gefpann etfordert, Su einem folchen Sarm, der ein- bis gmeifundert Aeres und darüber enthâlt, find 3 bis 4 Pferde binreichend.

Mber auf den wirflihen Aerfarms, befonders iwenn noch die alte Methode zu brachen im Gange ift, oder wo die MBechfelwirthfhaft getrieben wird, Da wird viel Spanniwerf erfordert, Om lebtern Galle indeffen und auch im erften, to die verbefferte Methode, vermdge melcher man grüne Grüchte in der Drache bauet, ftatt findet, lift fi die Mnzabl des Bugviehes febr befchränfen, Sn den éflihen Diftricten ift es etrwas febr allgemeines, 4 Pferde auf Garms qu balten, swelche hur 40 Mcves acferbaren Sandes enthalten und eine daju gebdrige Slûche Gras- landes. Un bei 7o bis So Acres, die unter dem Pfluge fteben, nebft 30 Ycres Grasland und barüber, werden oft 6 Pferde gebiaucht. Un in diefen Gâllen werden felten mehr als 2 Pfet- de gufammen gefpannt, Sn Gegenden, 10 wenigftens 3 oder 4 gufammen gefpannt werden, beläuft fi) die Angabl noch bôber, Dei guter Mivthfchaft, nach verbefferter Methode, tit auch hier weitiveniger Gefpann vonnôthen fepn. Mit 2 Pferden laffen fid) 40 Acres Aerland, 30 Aeres Gras undeinige Meres Holyland febr gut beftellen, Ziwei Ocbfen und r Pferd thun gleich= falls daffelbe bei einer folhen Slûde, Mit 2 Pferden und 4 Ochfen lâft fich die Mrbeit eines acerbaren Garmsg von 200 Mcres und darüber bequem befchaffen. empfeblen Efel und Maulefel in Fleinen BezirÉen als febr conomifch: die erftern find bart und leicht genäbrt, die leten Fônnen ju einem boben Alter noch arbeiten. Die Éleinen Maulthiere find die bârteften und nüblichften,*)

Die Rranfheiten der Pferde find fo zdblreih, ba fe in einem IBerfe diefer Art nicdt alle Diag finden. den Farmer iff es jedoch) febr nüblich, einige der bemäbrteften Mittel zu Fen- nen, die in den am häufigften vorfallenden Rranfheiten bei dem Zugviel) antwendbat find,**)|

Diefe find: Bunbden, Quetfhungen, Berrenfungen, Gefhwuif, Cr- faltung, Rolifen, Shmwindel, Strengel, Gelbfuht, Bürmer, Maden der Gingeweide, Drüfengefhwulft, Maufe, dite VBeine, Rrâbe u, f. tw.

Dei gemôbnlichen frifhen Bunden thut man am beften, die Seiten der getbeilten Stellen môglihft in unmittelbarer Berübrung durd Gtreifen von Seftpflafter gu bringen, weil auf diefe Beife die Heilung fnell erfolgt. ind die Theile gu febr erriffen, fo beftet man, nach- den man die Theile, twelhe môglidft wieder vereint werden Fonnen, mit einent toeichen Shivamm rein ausgemafchen bat, auf obige. MBeife gufammens wwenn bei der erften Mbnabme

#) Annals of Agricult. Vol. XXXVI.

#+) s ift cine fhändlige Quacfalberei, alles, tvas bec Berfaffer bicr angiebt. Die Mittel find stvat twivéfam genug, wiréfamer mie bie meiften in deutféen Thicrarÿneibüchern empfobinen. Aber die Gälle, wo fie paffend, find qu unbeftimmt angegeben, und man wird burcb viele eben fo feidit Nahtheil als Bortheil erreihen, wenn man fid derfelben fo empirifd Bebient, A bd.