Teil eines Werkes 
2 (1807) Der practische Ackerbau oder vollständiges System der verbesserten neuen Landwirthschaft. 2
Entstehung
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Bibyudt- 371

Das Ealtriren oder Berfhneiden der Boclämmer gefchiebt u verfchiedenen 3ei- ten. Bei den ftârfern Sâmmern thut man es gern in Den erften r4 Eagen, bei den fchwächern bis 2 MBochen fpâter. Ye früber es gefchieht, defto weniger Gefabr iff bei der Snflammation, in fo ferne die Sämmer nur gefund find. Gunge und arte Sämmer geben gutweilen Dabei auf den sauf, tweil der Faite Brand dagu fchlâgt.

Der Ertrag der Yolle ift na Berfhiedenbeit der Macen auch verfhieden, Dei den fangwolligen Œchafen ift er der Menge nach giof, aber gegen die MBolle mancher Furmolliger Œxhafe in der Oüte geringer. Die feinffe MBolle giebt Shetland, Herefordfhire und die Gud- Dotvn von jedem einbeimifhen Sdaf. Die grôfte Ouantität geben die Schafe vor Sinconfhire,

Mr. Donalbfon mact die vidtige Bemerfung, daf die Sammel mébe IBolle als die Gchafe haben. In NRücficht der Gelle giebt es von beiden Zheilen verfchiedene Gigenfchaften, einige rechnen 8 oder o verfchiedene Gorten, Diefe werden in England von einer Art Seute, die man oliffaplers nennt, von einander gefondert, Die Dagu angenomimen und beeidigt find, um die beim Verfauf vorfallenden Streitigfeiten qu fclichten.

Das Gefhäft des Echäfers wird von demfelben Schriftfteller als éuberft ticbtig betrach- tet, da von feiner treuen Gorgfalit und unermüdeten Aufmerffamfeit das Boblfeun des Viebes, mithin der Bortheil des Defisers, gar febr abbängt. Œr bat zu jeder Seit auf die Heerde, befonders zur Sammyeit, ju feben, muf fhlechte Verfuppelung verhüten, die Seit gum Schee- ren beftimmen, folche Schafe, welche für Gettiveiden oder für den Schlächter fidh paffen, aus- mergen, fo wie foie, die ibres Alters balber nicht länger bei der Seerde gebalten werden Fôn- nen, muf gleichfalis eine genaue Renntnif von den Rranfheiten der Œchafe befifen, die Mittel dagegen und ibre Anwendung fennen,&urz, er mu fleifig und aufmerffam fepn, die guten Cigenfchaften derjenigen Racen, die er erbalten foll, t#wobl Éennens und im Fall da ser Druder auch Gettweider ift, mit Deftimmtheit fagen Fonnen, tweldher Tbeil der Deerde Schlachtrecht ift oder nicht.

Die gemôbnlihe Methode, das Alter der Echafe ausfindig zu madhen, ift die Deurthei- fung nad den Zâbnen, manu nennt fie auch, einmal, gmweimal gefchorne u. f, t0., je nachdem man die Molle von ijnen genommen bat. Gin einjäbriges Œchaf bat vorne 2 breite Sâbne, ein gmeijabriges 4, ein breijäbriges 6 und ein vierjäbriges 8. fagt man, iff das Maul volt,: Nacb-4 Yabren werden die Jübne brôcélich, fürier und fallen aus,

Die Echafe find manden innerlihen und âuferlichen. Rranfbeiten untertvorfen und fie verbienen eine grünèlihe Unterfuung. Diefe wide aber für Dies Bert viel ju sveitlâuf-

tig fenn, YAaa 2