Biehsuchf, 363
Dei der Gchafjucht Éommt ferner viel Darauf an, die jâbulih ausrangirten alten Schafe our die beften Sämmer mieder zu erfegen. Sn den mebrften füdlihen Diféricten gefchicht dies im Augufé, wenn die Sämmermärfte infallen. Bei diefer Gelegenbeit, da die Sämmer alle ausfortivt werden, ann man bdiejenigen febe gut ausmâblen, die gum Cinfchiefen gegen die abgegangenen tauglich find. Man bat bei diefer Auswabl vorüglidh barauf zu feben, ein gut- geftaltetes Samm ju twûblen oder vielmelr ein folches, welches alle MabrfheintichÉeit für fid bat, ein gutes Mutterfchaf ju werden. In wie fern man auf die feine ABolle Rücficht ju neh- men babe, bängt von dem Preife ab, in iwelhem diefe ftebt.
Da bies nun nidt nur die bequemfte Beit if, die Sücfen unter dem Shafvieh auszufüllen, fondern aud) die Quantitât des Stapels zu vermebren oder ju vermindern, fo erfordert biefe Sache eine befondere Mufmerffamfeit. nübliche Mntveifungen findet man in dent Ealender der Sandtvirthfchaft von PDoung: ,, Auf einem Farm, der feine beftimmte Schaf- trift bat, vichtet man fid nach ben Umftänden, Die fidh felten ändern; auf den eingebägten Garms aber, wo die Schafe ein Feld haben, das unter Becbfeliwirthfchaft ftebt, treten U6- ânderungen febr leicht ein und die Sabl der ju baltenden Schafe wird darnad) beftimmt, ob man flarË oder fchrwach feine IBeide gu befeben für gut findet. man auf den Ertrag eines eingelnen Schafes, fo ift es alferdings am vortheilbafteften, die ABeide fhwach ju befeben; fiebt man aber auf Rornertrag von den aufgebrodhenen Schafiveiden, fo ift das Fable Mbmeiden ein twefentlicher Duncet, und die Zabl der Schafe muf darnadh beftimmt werden. Bei allen Grâfern, die nicht durch das Alter abnebmen, trifft das ein, je mebr Shafe man bâlt, defto mebr fann man balten und defto mebr Rorn wird geernbdtet, fobald bag Sand beacert wird— ein Umffand, ber nicht aufer Act gelaffen werden darf, Der junge Garmer bedenfe aber dabei, bdaf er Feine Seerde gum Anfebn(a[how lock) balten oder von der Citelfeit fich in diefer Sinficht binreifen laffen müffe. Bi er von feinen Scha- fen auch forechen Fünnen, fo halte er fich ein oder gwei Steige gut gepflegte Sieblingsfchafe, je tweniger defto beffer, denn fie foften mebr als fie werth find.“
Machdem diefe Auswabl getroffen ift, fo werden die übrigen Shaf- und Samimellämmer auf den benachbarten Sämmermarft juin Verfauf gefandt. Ballen die Marfte aber fpâter ein, fo mu man fie, nach dem Nathe des Mr. Poung, mit treibendem Gutter(forcing fond), als Minterwicen, frübem Raps, guter fetter Grafung, erbalten, um ibren WDacbsthum and SBerth ju beférderns im Auguft fie au verfaufen ift jedocb allemat vortheilbafter,
Dei der DBebandlung der Doron- und Dergfhafe get man gang anders als mit denen in Ginbägungen ju ABerfe, wenn gleich aufgeflärte Schaffarmers bei der Mustwabl der Mace und der Dôcée in folchen Gegenden eben fo forgfältig verfahren.
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