8 Cilfte Abtheilung.
Unterbalt der Grudt mebr concentritt, den Burgelfafern und Faden ein befferes Vette zur Cin- turgelung der Pflangen bereitet, Ddiefe.gegen die Seuchtigfeit gefihert und die nachherige De- atbeitung leichter wwirffamer und angemeffener gemacht, Da nun der gange Procef fi ver- mittelfé eines gemwôbnlichen Pfluges mit einem oder gtei Pferden verrichten Iifts fo iff bies tabrfheintidh das vortheilhaftefte, mo der fer eine Seitlang unter der Pearbeitung gemwefen if. Yenn die Rüen oder Erhôbungen nur Flein feyn follen, fo barf man nur eins der Sange nach pflügen, oder mit ciner Gurche Derauf geben und die andere beim Surücgehen barauf ftüt- gen, um in der Mitte cinen Rücen ju bilden. Diefe Methode ift eine der allgemeinften.
On Sancafbire pflangt man, nachdem der Aer fein und eben gecggt tworden iff, indent man Millen lângs des Geldes in gleichen Entfernungen madt, und wenn bies gefcheben iff, dur Pflugfabren an beiben@eiten die Œrde anbâuft. Diefe Millen werden fo tief und mweit gemacht, daf fie den Mift faffen Éônnen, der in fie bineingelegt miro. Der Hbffand diefer illen ift von der Art, da, wenn die Pferde in einem ftehen, jedes Had des Miftfarrens in der Mitte der nâften Rille an beiden Seiten ffebt. DMun wird der Mift aufgefabren, und da DPferde und Räbder in die Millen ju fteben fommen, fo wird Dadurd nicts verrüc£t, Der Mift toicd vom Rarren in Fleine Haufen abgemworfen, die für die drei Rillen, über welche gerade die Gabrt gebt, binreihen, und deren Snbalt durd gmwei Perfonen mit Borden gebôrig in die Rillen geftreuet wird,
Bo man langen Strobmift bat, toird diefer gebraucht. ind die Millen fo bereitet, fo twerden die Seflinge etwa 6 Solf von einander darauf gelegt. Der Pflug gebt Dann an beiden Geiten, um die Œrde über die Rartoffeln zu bâufen. Durd diefe Operation erbâlt jede gugez worfene Rille eine Abdadung, und die Gaat ift dann beftelit,
Qn der Weft- Hiding von Vorffhire, two der Sartoffelbau in febr gutem Gangeiff, pflügen die beften Sanbivirthe, nachdem der Acer gebèrig bereitet iff, ibn in Deete, die der Oüte des Bobdens angemeffen find, von etwa 2 bis 3 Gub. MBenn Dünger erforderlidh ift, fo twird er gleichformig in die Neiben gebradt, bie Rartoffelnfchlinge in awefmäfige Entfernungen einge- legt und mit dem Pfluge bebäuft.
MAndere Meeriwirthe empfeblen nach einer durchaus guten Dearbeitung des Vodens, ge- rade parallele Gurchen, vermittelft eines doppelten Gtreichbrettpfluges, der von einem Pferde gegogen wird, 21 Guf von einander gu machen. Diefe Operation wird aufs befte ins Merf gevichtet, twenn der Pflug gweimal denfelben Meg mat, melches, ivenn det Aer abfchüffig oder uneben ift, bas erftemal bergab, den Sügel berab, gefcheben muf. Der Mift wird dann von der obern Seite der Gelder, to fie bügelicht find, in Rarren aufgefabren, die Pferde geben in einer Surhe, und jedes der Mäder in andern auf beiden Geitens diefe Rarren werden mit frummen Gorfen von den binten gebenden Æreibern geleett, und Der Mift wie vorbin in


