Teil eines Werkes 
2 (1807) Der practische Ackerbau oder vollständiges System der verbesserten neuen Landwirthschaft. 2
Entstehung
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2 Eilfte Abtheilung,

ren auf. Csterben dau die früben meifen Arten genommen, Man fâet in cinigen Gegen- den in Herbfte nach Michaeliss Dies ift aber megen des Groftes unfiher und Fann nur in trocf- nem und warmen Doden getwagt werden.*) Die gewôbnlichen Gelderbfen(âet man fo früb als môglih im Maärz, und nimmt dau mebrentheils graue Erbfen. Set man fpâter, und gwar im April, fo muf man frübere orten wäâblen, wweil auf das frübe Meifen der Erbfen gar viel anfommt.

Saamen, Bird auf fettem Boden mit der Abficht gum grünen Yerfauf gefäet, fo brauct man 3 4 Dufbel auf dem Mere, denn in folhem Gall Fann man immer ettvas mehr nebmen, Die Crbfen müffen darin in Reiben, jedbe 3 Fuf von einander, gefäet werden, Da- mit man fie nachber gebôrig bearbeiten ann. Deim gewôbnlihen Süen reichen 3 bis 37 Bufhel au, Die frübere Saat erfordert aber eine grôfere Quantität.

ft die Abficht des Sandiwirths aber, das Sand mit den Erbfen ju reinigen und zu verbeffern, um Korn, Müben u,{. rw. darauf qu giehen, oder auch um viel Gtroh ju befommen; fo ift eine grôfiere Quantität febr dientich, da auf folde Meife die Oberflädhe des Dodens vollfommen gedecft, und ein didterer und ffagnirender Suftand der£uft bervorgebracht wird; die Pflangen aber ju gleicher Seit einen bôbern und fiñrfern Bus befommen, wodurd der Doden mürber und fetter, das Unfraut gerfièrt und eine grôfere Menge Futter ergeugt wird. Gebt die Ab ficht mebr auf das Korn, fo mu die Quantitât geringer feyn, weii alsdann die Erbfen einen beffern Suftug,@onnenfchein und MBârme geniefen, twodurd MBachsthun und Meife ibrer Gruct befordert, und der Doden ju gleicher Zeit minder etfhôpft wird, Man fâet fie meh- rentheils breitürfig,: wenn gleid das Drill= oder Reibenfftem feine befondern Vorüge bat. Dei viefer lebten Methode find 2 bis 21 Bufbel binreihend, Man bat dazu verfhiedene Fn- ficumente eingerichtet, von melchen das bequemfte ein Éleiner leichter Mäderpflug ift, an deffen Rôrper ein Saamenfafien fih befindet, durd deffen Boden die Mchfe der leichten Nâder gebt,. vermôge melcher das@ûen betverffteligt wird, und vermittelfé einer Sdnur an dem Dandgriffe des Dfluges fi gum Sâen ôffnet oder verfcblieft, mwen man die MBendung damit mat, Es täft fid mit einem oder gmei Pferden febr bequem bandbaben,

Man drillt die Erbfen gemôbnlih um Handbacen auf 12 16 off, gum Pferdehacfen auf 2 3 Qué Abfiand, und der Saame Fômmt 23 Sol tief zu liegen.

Giet man bdiefe Grucht auf umgebrochenes Grasland, fo ift die befte Methode, deren man fich in einigen Gegenden bedient, die Œrbfen auf die umgelegte Suvche zu ftécfen.**)

Benn gleidh die Crbfen gemôbnlih nicdt eingequellt werden, fo Fann es bei der fpâtern Grucht doc getvif nidt obne Nuben feyn, weil die Begetation dadurch fhneller, regelmäbiger und gleichfèrmiger befürdert wird.

#)$ynopfis of Husbandry, p. 116.#*) Corrected Report ef Suffolck.