Teil eines Werkes 
1 (1807) Der practische Ackerbau oder vollständiges System der verbesserten neuen Landwirthschaft. 1
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384 Œilfte Abtheilung,

bemerft: bas Ucbel vibre von Mâle gur Seit der Blüthe her, in telhet bie Untheter berften und das befruchtende Meblprincip weggefpübit wird. Da es nicht von einer fhadlihen Sub- ffang oder den Ynfecteneiern, die dem Korn anbängen, berrübtre, Gemveift dies, Daf rufige und gefunde Aebren aus einer Burzel emporfhiefen, und rubiges und gefundes on in einer Aebre fih beifammen findet. Man bebauptet daber, daf der Roft vom Mangel an der farina fecundans berrübre, und daf eintretende Fâulnif das Korn gerftôre, tie die Verfuche des Gpallangani dies mit mebrerm erteifen.

Die mebrften fhreiben den Drand einem Ynfect zu, und empfeblen mebrere Mrten der Cinfalfung.*)Mndere haben eine Deige von Tabaë, Aloe und Micfemurz auf Flanell ge- bract, und über die Mebren fanggegogen**) bei trofnem MBetter angerathen,***)+)

Es giebt ferner befondre Suftânde der MBitterung, wmelche auf den Vachsthum des Bei- gens befondern Einfluf haben, ft die Mitterung binlänglih trocfen, fo leidet er im inter felten, fie mag übrigens fo fireng fenn wie fie molle, auch nicht im ommer, w0 nicht um die Diütegeit das Better zu feucht if, weil dann die Grucht gar bald leidet.+)

Berfchiedene Arten Unfraut werden dem MBeigen, wo der Aer nicht gebôrig bereitet worden, nachtheilig. Yuf dem leihtern Boden, vorgüglih auf dem Éreideartigen, ift es der Hebdberidh oder Rübdi(Charlock), Es giebt davon 3 Mrten: r) der raubblätterige oder wilbe Senf, finapis nigra, 2) der glattblätterige oder wilbe Maps, braflica napus, 3) der raubblâtterige twifde fRadies, raphanus raphanifirum. Œs find alles fâbulihe Pflangen, die febr abveich aus dem Saamen fommen, und iwenn man fie fo lange auf dem Acer duldet, da fie ibren Saamen verfhütten Fonnen, fo bleibt er oft manches Sabr in den Crdflôfen ein-

gebüt(t

#) Communications to the Board of Apriculture. Vol. II. p. 226.*#) Thidem.

#XX) Mr. Sommerville bat durd feine forgfaltigen Berfudhe, iwelche in dem smcitem Bande der Communications to the Board of Agriculture entbalten find, es crtwiefen, baf ein Snfect, twelches mit den Augen fih fhwmerlih, aber dur ein Bergréferungsglas, tvobei er die Thierchen, burcd die Bârme eines Lidhts in Betvegung gefest, erft Éennen levnte, fit) bemerfen(âft, die Urfache des Koftes fey. Er flieft demnach, daÿ beim Drôfchen die Berñibrung der brandigen Rôrner mit den Gefunden, biefes Ucbel fortpflange, und nach angeftellter Unterfuchung der bisher dagegen gebrauchten Subereituna gen, fand er, daf fie mehr Rraft befñfen, das Gavürm gu gerffôren, als durch irgend cine Œigenfchaft ffdrfend zu tuitfen.

+) Ueber diefe Rranfheiten des TBeigens und anberer Getraidearten, berrfhen nod bie grôften Mifver ffândniffe, fomobl in Anfebung der Erfheinungen felbft und der Mamen, die man ibnen beigelegt bat, als ibrer Natur, Urfachen und Sülfémittel. Dasjenige, was unfer Berfaffer bierüber fagt, ft fo tvenig geeignet, biefe SRifverftandniffe zu beben, bdafÿ fie im Gegentheil felbige nur vermebren fünnten, indem eu durchaus Éeine eigene Deobachtungen darüber gemacht Bat, fonbdern nur die SNeinungen anderer, und diefe felbfé mifverftanden, anfübrt. Æs if mir daber lieb, bdaÿ der Ueberfeser diefes febr gufamments gedrângt hat. Sd boffe ju einer andern Zeit etwas mebr Licht iber diefe Materie verbreiten su Édns uen, um ju peisen, in twiefern toit uns Doffnung machen fbnnen, divfe Uebel zu Deben oder£u mindern, und in tie fern nicht. 2 D 0

++) Synopfis of Husbandry.