Landtirthfchaftlihe Gerathe, 33
für ein Pferb barbieten, gumal, wenn fie breite Mäâder Haben. Midts Fan in der That un- hberlegter fepn, als bie ungebeucr grofen und plumpen Subrtwerfe diefer Met, die man in man- en Gegenden im Gebraucde bat. Uebrigens müffen wegen der: grofen Sôbe der Mâbder der Maben, die Speihen und Gelgen von fo fhiweren Materialien verfertigt werden, Damit fie Doc) eine mâfige Starfe und Geftigfeit erbalten. Dies vermebrt aber nidht nur unnôthiger Beife die Saft für die Pferde, fondern vergrôfert auch die Unfoften Bedeutend. us demfelben Grunde twiro ebenfalls bas Saden eines Sarren doppelt fo Foffbar, als es fonff der Gall fepn mürde, Diefe Unbequemlidfeiten, twogu fi nod manche andere gefellen, geigen deutlih, baf bie feichteren Rarren ben Borgug verdienen. eines Gubriwerfs, was gum Gabren auf dem AHcer beftimmt if, iff eine Cigenfchaft von der erffen Bicdtigfeit. Mit demfelben Oe- fpanne, und in derfelben Seit lâft fi mebr als viermal fo viel Mrbeit bamit verridhten. niebrige NRäâbder werden folhe Rarren gefhifter, cine fhwercre Saft zu tragen.*) Fon- ficuitte Rarren, und gwar gum Bebuf für manche frere Sachen, Brauchen ohne Räder und Achfe nicht über roo tb qu iwiegen, und gum Bebuf fhwererer Dinge brauchen fie faft nie über 2 Gentner gui twiegen. Grofe Safwagen, fo mie fhwere Fonfiruirte Karen follten desbalb, ausgenommen in befondern Fâllen, mir feichteren vertaufcht werden,
Œinfpännige Rarren. Man bat die fchtveren vierfpannigen Bagen, die noch in manchen füdlihen Graffchaften gebräucblich find, in den nôrdliden fhen mit r und 2 fpânnigen Rarren vermechfelt. Ein Pferd gicht mit diefem Karren 12 bis 24 Bentner, auf gutem Mege auweilen 30 mit grofer Seichtigfeit. Dei den meiften verbefferten Rarren bdiefer Mrt, berübrt der aften derfelben auf der Achfe beinahe die Speichen der Räder; bdurdh biefe vermebrte Dreite wird die Capacitât der Farre febr vergrôBert, twâbrend die@citenftreben, badurd, Ddaf fie der perpendiculären Ridtung nâber gebracdt, bedeutend mebr Gervidht zu balten im Stande find. unter dem Mamen der Clofe- oder Coup- Cart befannte Subriwerf ift obngefäbr 5 Guf 3 Zolf(ang, unten 4 ub breit, und oben 4 Fuf 3 Bol; die Tiefe beträgt 1 Gu£ 3 3olf, und das Gange enthält ofngefäbr ein Eubif Pard(27 Cubif-Fub). Die Nôäder find gemei- nigti® obngefäbr 50 3oll bod, und die Acfe ift am been von Cifen,
Ein
*) MBarum, aufer dem Bortheile der leihtern Auflabung bey nicbrigen Rarten, die Saber in ibrem bal ben Durchmeffer nicbriger als der Sugpun£t des Dferdes, folglih die Suglinie ettuas aufffeigend feyn folle, evflärt der Berfaffer in der Golge. Die Sache iff im 2ten Bande der Communications to the Board of agriculture tveitlâuftiger auseinander gefeét, allein die Gründe leuchten mir nicht ein.- ner Uebergeugung nach muf die Nabe von gleicher Pôbe mit dem Bugpunfte des Dferdes, nicht wenn es aufrecht feht, fondern tvenn es fit) sum Suge vormärts beugt, feun. Die Mäder der neueften englis fhen Rarren find aber niedriger, fo daf das Dferd auch bei diefer vortwärts gebogenen Stellung auf: wârts gichen muf, und bei einem, übrigens febr gut fonfivuirten, aus England evbaltenen Rarren, fhien mir bdies feblerbaft, und geiwif mwürde es nod) feblerbafter feyn, twenn bei diefem Rarren nicdpt der grôfte Theil der Laft vor der Ace rubete, und folglih von dem Dferde getragen würde, 220.5.
Erfter Theil, Œ


