6 Œrfte Abtheilung.
Die oben ermébnten Eintvürfe, nemlid das Oemidt der Geftelle für die Mâber und die Unbe- quemlichÉeit, fe gebôrig ju befeftigen und ju bervegen, find Unbequemlichfeiten, die in allen Gäl- fen, aber vorzüglidh wenn alles Sand unter dem Pfluge ftebt, febr gegen den Nnben der Räâbder- pflüge fprechen, einfihtsvoller Pâchter verfichert uns indeffen, daf der Rotheram- Pfiug mit einem oder gutveilen giwei Râdern, die nabe am Ende des Daums, obne irgend ein Borge- fill, befeftigt find, febr leicht gebe und febr nüblidh fen, ba die nôthigen Veränderungen febr wenig Beit oder Muübe erfordern, Mo gmwei Räder angevandt werden, braucht man den Pflug auf einem leichten Doden, ausgenommen, wmenn man ibn aus= und einbringt, gar nicht qu balten,
Man follte aber doc zu Räâderpfligen nur felten feine Suflucht nebmen, Der erfahrne DPflüger bedarf diefes Hülfsmittels nicht.*)
Ym Allgemeinen wird biefe Art von Pflügen für fteifen und bindenden Poden am paf- fendften feon, aud für folchen, mo Steine aller Mrt oder Gbnlihe Hinderniffe Haufig vorfom- men,. Die vortheilbafteften und zu twünfchendften Cigenfchaften unter folhen Umftänden be- ffeben in Stürfe, und in dem Umftande, ba der Pflug nicht leicht aus ben Boden getrieben wird, Sn folhem BDoden mag im allgemeinen der Mâderpflug aus Hertfordfhire, der ein ju- gefchârftes Schaar bat, die tauglichfie Geräthfchaft fenn. Mo aber der Doden febr bindend ift, und wo tiefes Pflügen erfordert wird, verdient derjenige Pflug, der unter dem Mamen Kentifh twinwriliplough vorfommt, und ein meifelfèrmig gugefbistes@chaar bat, den Boryug.
Auf leihtem und loderem Doden 1ff der Morfolffhe Mäderpflug ein bequemes und nüblihes Berfjeug. Er ift feft, und leicht geformt, Es läft fih tauglihe Arbeit dvamit ver- tihten, obne baf er viel Sugfraft erforderte. Der Motheram- Dflug mit einem Kade, wie oben angefübrt, fann tmabrefheintich in manchen Fâllen mit gleichem, ivenn nidt grôferem Bortheil benubt werden, da er febr leicht ift, und wenig Gefpann erfordert.
Der verbefferte gemeine Räderpflug, fo tie der gioenradrige Pflug, find Gerathfhaf- ten, Die in manchen Gattungen von Doden, 100 mar die gufammengefebteren nicht gebrauchen fann, grofen Nuben gemwäbren, fo 3. D. bei Aufbreung von frifhem Dobden u, f fm: Der erftere ift neuerlich durch ein eifernes Crdbrett, vas feft an das Meffer gefchraubt wird, ver- Beffert worden, Man macht Gebraud davon beim DPflügen von Mafengrund, indem biefes
Bor- *) Der râberlofe Dflug erfordert alferdings ettvas mebrere Aufmeréfamfcit bei der Bübrung, tie der Räbderpflug, jedodh nicht mebr, als nôthig if, dem Sübrer die Langemweile gu vertreiben. Desbalé
nebmen denn auch Leute, die an jenen einmal gewvobnt find, einen Räderpflug ungern tvieder gur Sanb, 06 fie ich gli Anfangs febr gegeu die Abänderung féraubten. d. D.


