Vorrede.
lichen ſind nothwendig die Natur kennen zu lernen, wie es nothwendig iſt, Latein zu verſtehen, um den Cicero und Virgil zu le⸗ ſen; Sie werden durch ihre Anwendung auf die Kenntniß der Natur erweitert, und mit neuen Kunſtgriffen vermehrt, wie man in der Sprache der roͤmiſchen Schriftſteller, durch fleiſſiges Leſen geuͤbter und vollkommener wird. Nun aber giebt es Leute, die nicht die Sprache der Schriftſteller wegen lernen, ſondern die Schriftſteller der Sprache wegen leſen. Es waͤre gut, wenn die Mathema⸗ tikverſtaͤndigen es nie ſo gemacht haͤtten. Mei⸗ nes Erachtens wenigſtens iſt in der Theorie die edelſte Beſchaͤfftigung: Denken; Beym Rechnen verbindet man Zeichen eben in der Abſicht, daß man ſich die Muͤhe an die Bedeu⸗ tung der Zeichen alle Augenblicke zu denken er⸗ ſparen will. Aber bey der erſten Anordnung und Verbindung dieſer Zeichen muß man die Begriffe wohl kennen, die man durch ſie aus⸗ druͤcken will, und genau wiſſen, wie weit ſich dieſe Begriffe durch Zeichen ausdruͤcken laſſen. Eben dieſe Sorgfalt iſt bey dem Ge⸗ brauche der gewoͤhnlichen Woͤrter zu beobach⸗ ten. Ich habe geſucht hierinnen nichts zu verabſaͤumen, und daher wird man haͤufige Stellen


