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gentliche, Wirkliche daraus abzunehmen, darauf an:
A. ob und wiefern wir jemand,— die Mittheilungskunſt vorausgeſetzt,— von dem, was unſerm Geiſte gegenwaͤr⸗ tig iſt, alles, was und ſo wie es uns beiwohnt, mittheilen wollen, ohne Ver⸗ ſchweigung(toute verité), ohne Veraͤnde⸗ rung,(rien que la verité) d. i. ohne zu nuͤanciren, zu coloriren, zu outriren— (reine Unpartheilichkeit, wie aͤußerſt ſchwer!), und ohne Erdichtung. Noth⸗ wendig ſind alſo Motiven, die Wahrheit zu ſagen, und Abweſenheit aller Ruͤck⸗ ſichten, Bedenken, Anlaͤſſe, welche ein Verſchweigen, Erdichten, Veraͤndern, ver⸗ anlaſſen koͤnnten. Das Stillſchweigen iſt darum kein Beweis und kein Einwurf, weil es ſeyn kann, daß der Schweigende
1) nichts davon erfahren,
2) ſich des Erfahrnen nicht erinnert habe,
3) daß er es nicht habe ſagen wollen, weil er es nicht noͤthig, nicht zweckmaͤ— ßig fand. Hieraus kann man ſich man⸗ ches erklaͤren, z. E. daß Homer von dem Aetna und dem Veſuv, von der Schreibekunſt, vom Labyrinth in Kreta
und
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