Teil eines Werkes 
3Encyklopädische Ansichten einiger Zweige der Gelehrsamkeit : Theil 1 (1809) Vermischte Schriften über staatswissenschaftliche, philosophische und andere wissenschaftliche Gegenstände. 3
Entstehung
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A. Natur. Die Natur der menſch⸗ lichen Sprache beſteht in einer ſolchen Verknuͤpfung der Vorſtellungen mit arti⸗ kulirten Toͤnen, daß beide ſich wechſels weiſe reproduciren, und man die einen

ſtatt der andern ſetzen kann. Artikulirte

Toͤne ſind Laute, die durch das Steigen oder Fallen der Stimme modificirt, und zu andern auf dieſe oder jene Art gefuͤgt, und mit mehrern zugleich ausgeſprochen werden koͤnnen. Dieſe artikulirten Toͤne ſind dem Menſchen nicht allein eigen, auch manche Voͤgel ſind ihrer faͤhig; aber noch durch keine Maſchine iſt es gelun gen, auch nur einen artikulirten Ton her⸗ vorzubringen. Die Natur der Sprache beruht nun auf Aſſociation zwiſchen dem Ar⸗ tikulationsgeſchaͤfte, oder den Lauten und den Vorſtellungen wechſelſeitig, und bei der Schrift auf Aſſociation zwiſchen dem An⸗ blicke der Schrift und der Ausſprache der⸗ ſelben, und vermittelſt der Ausſprache zwiſchen den Vorſtellungen.

Dieſe doppelte Aſſociation geht ſo weit, daß ſie unwillkuͤhrlich wird. Wir koͤnnen nicht leſen, ſelbſt nicht denken, ohne zu ſprechen; das Kind ſagt daher, ſtatt ich denke, ich ſage, der Hebraͤer Vayomer

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