Teil eines Werkes 
3Encyklopädische Ansichten einiger Zweige der Gelehrsamkeit : Theil 1 (1809) Vermischte Schriften über staatswissenschaftliche, philosophische und andere wissenschaftliche Gegenstände. 3
Entstehung
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1) reine Philoſophie, 2) empiriſche Philoſophie; a) authropologiſche Wiſſenſchaf⸗ ten, L 6) phyſikaliſche Wiſſenſchaften darunter auch Medicin.

B. Poſitive Wiſſenſchaften:

1) poſitive Jurisprudenz, 2) poſitive Theologie.

Man kann alle Wiſſenſchaften auf eine freie liberale, oder knechtiſche ſervile Art treiben. Liberal iſt, was zur Bildung der Perſoͤnlichkeit beitraͤgt, ſervil, was dieſe nicht foͤrdert, ſondern wohl gar hindert, das Denken, Pruͤfen, Ueberlegen unterdruͤckt und aufhaͤlt. Da⸗ her iſt Aufklaͤrung von Gelehr⸗ ſam keit unterſchieden, und eins kann ohne das andre ſehr wohl beſtehen. Im erſten Sinne waͤre ein Gelehrter, einer der paſſiv gelehrt worden iſt. Man kann Gelehrſamkeit beſitzen, ohne aufgeklaͤrt zu ſeyn, z. B. ein unaufgeklaͤrter Theolog, Hiſtoriker ſeyn. Aufklaͤrung iſt kein Wiſ⸗ ſen, ſondern das Prinzip des Denkens, der eignen Beurtheilung. Sie graͤnzt oft an Duͤnkel und Wahn, doch ohne ſie hat

Gelehrſamkeit keinen Werth. Nur etwas

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