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kauf ihrer Produkte ſo lange zu warten und an ſich zu halten, als es Eigner und Paͤchter großer Guͤter thun koͤnnen. Viel⸗ mehr ſind jene oft genoͤthigt, ſelbſt zu Zei— ten, wo wenig oder gar keine Nachfrage, und der Preiß noch ſo ſchlecht iſt, von ihrem Vorrath zu verkaufen; weil ſie ge⸗ rade dann in der Verlegenheit ſind, Steuern und Zinſen zu bezahlen, oder Kreditoren, von denen ſie gedraͤngt wer⸗ den, zu befriedigen.
bb) Es beſteht auf dem linken Rhein— ufer faſt kein andrer Getreidehandel, als zum einheimiſchen Verbrauch, und die Ge⸗ ſchaͤfte dieſes Verkehrs ſind in den Haͤn⸗ den der Juden, die den Baͤckern, Muͤl⸗ lern, Brannteweinbrennern und Viehmaͤ⸗ ſtern als Maͤkler und Vorkaͤufer dienen. In dem ganzen Lande gibt es keinen ein— zigen Platz, wo ein wahrer Kornmarkt in der Art waͤre, daß ſich daſelbſt die Ge⸗ treidepreiße nach dem wuͤrklichen Verhaͤlt⸗ niß des Geſammtbedarfs zum Geſammt⸗ vorrath regulirten, und daß ſie von da aus, als Normalpreiße durch oͤffentliche Blaͤtter woͤchentlich den Landleuten uͤberall bekannt wuͤrden.


