Teil eines Werkes 
4 (1804) Wirthschafts-Erfahrungen in den Guetern Gusow und Platkow. 4
Entstehung
Seite
126
Einzelbild herunterladen

126

Pächtern beinahe immer na< der Taxe übergeben, und alſo am Betrieds- Kapital wenig gewonnen wird. Um bei Guſow ſtehen zu bleiben, iſt das Be- friebs-Kapital beim Ackerbau S. 98 auf 23798 Rthlr. 5 Gr.. nachgewieſen; hievon würde der Pächter nur das zum Anfauf des Fert-Viehes und einigem Super- Inventarii nöthige Kapital hergeben, das höchſtens 7500 Rthlr. ſeyn könnte. Die Zinſen hievon betragen zu 4 p.. 300 Rthl.> ein geringer Ge- winnſt in Vergleih des S, 125 nachgewieſenen Verluſts von 5000 Rthlr.

ad 3. hat es ſeine Richtigkeit, daß wenn eine Adminiſtration zwe>mäßig geführt werden ſoll, dem Berwalter keine beſtimmten Termine zur Ablieferung des Geldes geſeßt werden können. Die Verſchleuderung der Guts-Produfkte, und daher Verminderung der Einkünfte S. 99, iſt ſonſt die naturliche Folge, weil man nicht die beſte Zeit zum Verkauf wählen kann. Dem Pächter, wenn er nicht eben dieſen Schaden erleiden will, bleibt nichts übrig, als ein Kapi- kal baar liegen zu haben oder ſim Kredit zu bewirken. Der Gursherr, der in der Regel reicher als der Pächter iſt, wird ſim beides leichter und zu ge- ringern Zinſen verſchaffen können; wenigſtens iſt der Vortheil, ſeine Einkünfte in beſtimmten Terminen zu erheben, nicht von ſo großer Wichtigkeit, daß ex

3% SAANEN LEL SENE BEEN DIEN AESELRG EST 13. 2.33 CEDEAE z7 ſolche ZUuſovleruyngen verdient gis oven geichtidert ind. 4 Ti: ai!

ad 4. iſt man wohl nur gegen" kleine Ungiücksfälle gede&t, und hat ſich nicht, wie bei eigner Bewirthſchaftung, der Glycsfälle zu erfreuen; dieſe nuße der Pächter allein/ und ſichert ſich vor größeren Unglücksfällen durc< die aus- bedungene Remiſſion. Jſt er darin nicht vorſichtig genug geweſen, ſo iſt ſeitz und ſeiner Familie Ruin- die unausbleiblice Folge, wenn ein ſolcher Fall ein- fritf und der Gutsbeſiter ſtrenge auf ſeine Rechte beſtehet. Für leßtern ein trauriger Gewinn, den im für keinen Preis haben möchte.

ad 5. giebt man bei Verpachtungen gewöhnlich mehr gutwillig weg, als man dur< Betrug verlieren kann. Bei Guſow habe im S. 125 den Verluſt

hei ver Verpachtung auf 5000 Rthlr. nachgewieſen) ſo viel hätte im ſchwer-

SERIES SES ES Wm en 2 line zer 5. a Si a MES" bad amen vom a. L bas, mme km Za IN ae amn Zar Genen Sade OE HSESINET RETN SANS