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ſer beiden Wirthſchafts-Zweige, zu den landüblichen Zinſen a 4 p. ce. ange- ſchlagen, am Kapital 165190 Rrl. 4 Gr.'7 Pf. Die Einkünfte nac< meinen Erfah- rungen dagegen waren(S. 122) 13679 Rthlr. 11 Gr., und das Kapital zu 4 P. c. 341986 Rtl. xx Gr. Die Pfandbriefe werden näch C. 3. des Re- glements nur auf die erſie Hälfte ausgegeben; im wurde alſo nur 82595 Rtl. 2 Gr. 3xPf. von der Ritterſchaft erhalten. Da nicht leicht ein Gläubiger verſagt, bis auf die Hälfte des Werths eines Grundſtücks zu leihen, ſo würde ich 170000 Rtl. Kredit haben, welches über no<4 einmal ſo viel iſt, als die Rit- terſ<aft bewilligt. Die naturliche Folge iſt, daß ſich jeder ſcheuert, ſeine Gu- ter nac< ſo urrihtigen Grundſäßen rariren zu laſſen. Sie ſchaden alſo nicht allein dem Gutsbeſißer, ſondern auch einem Inſtitute, deſſen Zweck iſt, dem Kredit des Adcls aufzuhelfen, und“ in jeder andern Ruckſicht den Beifall mit großem Rechte verdienet, den es in und außerhalb Landes dur<gehends er- worben hat.
Die häufigen Beiſpiele, daß für Güter der doppelte Werth der Taxe und offers noM mehr bezahlt worden, und die Käufer ſim dabei no< wohl befin- den, beweiſen die Richtigkeit meiner Behauptung.
Wenn man dieſen Anſchlag mit allen ſeinen vielen Fehlern betrachtet, ſo ſolite man glauben, die Abſicht des Erfinders ſey geweſen, die Einkünfte der GrundſtuFe dem Beſizer zu verdunkeln. Hat er ſic wirklich gehabt, ſo iſt der Endzweck vollkommen erreicht.
5,7 Ih: h
IM Das Verpachren hat vor dem eignen Bewirthſchaften den Vorzug?
daß das Gur durc die bewilligte Pacht einen beſtimmten Werth be- kömmt»; daß man die Zinſen des Betriebs- Kapitals gewinnt; daß die Einkünfte in beſtimmten Terminen eingehen; daß fie durc< feine Unglücks- Fälle geſchmälert werden; no% durch die Betrügereien unredlic<er Verwalter;
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