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von Ochſen nicht verrichtet werden kann, ſo findet äuch hierin kein Vergleich ſtatt.
Wenn Arthur Young na< S. 121 behauptet,*daß Ochſen eben ſo viel und öfters mehr arbeiten als Pferde, ſo muß er offenbar vor- züglihe Ochſen gegen ſchlechte Pferde in Vergleimh gebracht haben. Mir hat die Erfahrung gerade das Gegentheil gelehrt. Es entſtand bei mir unter andern der Fall, daß 4 gewiß nicht ſEwache Ochſen z Wiſpel 16 Scheffel Rocken von einem Vorwerk zum andern in einem tiefen Sandwege fortziehen ſollten; ſie waren es nicht im Stande und brüllten vor Angſt unter der Peitſ<e. Vier meiner
- ſchlechteſten Pferde zogen dieſe Laſt ohne alle Mühe. Selb der
Meinung des Karbe in ſeiner Einführung der engliſchen Wirthſchaft S. 106, daß man auf einen Pferdepflug einen halben Morgen we- niger rechnen müſſe, kann im nicht beitreten. Die Pferde haben, wie ſim aus dem Obigen ergiebt, wenig gepflügt und nie allein. Vergleihungen im Großen anzuſtellen, habe im daher keine Gele- genheit gehabt, Wenn ſie aber mit Ochſen zuſammen gepflügt ha- ben, ſo hat der mit zwei Pferden beſpannte Pflug ſtets eben die Ar- beit als ein Ochſenpflug gethan) obgleih 6 Ochſen, mit Einſchluß der Unferſpannung, nothig waren. In ſehr hartem Lehm- Boden leiſtet der Ochſe beſſere Dienſte als das Pferd, welches deſſen phleg- matiſ<em Temperament zuzuſchreiben iſt. Mir iſt der Fall vorge- kommen, daß Aer, dieſer Ark nur mit Ochſen bearbeitet werden konnte. Bei der Schnellkfraft der Pferde konnte mit aller Manns- Fraft der Pflug nicht in der Erde erhalten werden; dagegen es bei den Ochſenpflügen ſehr gut möglich war.
IH habe nie Gelegenheit gehabt, über das Verhältniß des Pferde- und Ohſen-Miſtes, bei gleihem Futter, Verſume im Großen an- zuſtellen. Wenn, wie ich S,. 12 bemerkt habe, das Bieh bloß die Mg- ſchine iſt, die das Futter in Miſt EREN ſo muß leßteres allein
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