Teil eines Werkes 
3 (1803) Wirthschafts-Erfahrungen in den Guetern Gusow und Platkow. 3
Entstehung
Seite
111
Einzelbild herunterladen

111

Um einigermaaßen den Einfluß der mehreren oder wenigeren Pferde⸗ und Ochſen⸗Geſpanne auf die geegete Morgenzahl zu beurtheilen; ſo habe ich in den Tab. XLIII. und XLIV. die auf jedes Pferd im Durchſchnitt jaͤhrlich treffende Morgenzahl bemerkt. Auf der Hoͤhe findet ſich, nach Tab. XLIII., das ſonderbare Verhaͤltniß, daß in den erſten Jahren 4 Morgen und daruͤber p. Pferd taͤglich geeget worden; und in den folgenden Jahren, wo wenigere Dienſte und mehr eigene Geſpanne egeten, nur wenig uͤber 3 Morgen auf das Geſpann trafen. Der Grund liegt wohl darin, daß in den erſten Jahren mehr leichter Acker auf der Hoͤhe beſtellt wurde, der aus den im 1. Th. ange⸗ fuͤhrten Urſachen in den folgenden Jahren zur Schafhuͤtung liegen blieb.

In den Gerſte⸗Feldern im Bruch findet ſich laut Tab. XLIII. der um⸗ gekehrte Fall. Die vergroͤßerte Anzahl der geegeten Morgenzahl p. Pferd hielt mit der verminderten Anzahl der Dienſt⸗Geſpanne ziemlich gleichen Schritt.

Im Hafer⸗Lande im Bruch zeigt ſich dagegen dieſer Unterſchied wieder nicht ſehr merklich.

Im Durchſchnitt eget ein Pferde⸗Geſpann ungefaͤhr ſo viel als gepfluͤget haben 5 ½ Geſpanne auf der Hoͤhe,

3 in den Gerſte⸗Feldern im Bruch, 2 Hafer⸗

Haͤtte ich alſo keine Spann⸗Dienſte gehabt, ſo haͤtte ich jaͤhrlich im

Durchſchnitt gebraucht auf der Hoͤhe zu 2271 Morgen 56 Quadratruthen, die

nach S. 110 gepfluͤgt worden Arbeits⸗Tage. in den Gerſte⸗Feldern à 13 ½ Morg. p. Geſp.. 168 im Bruch zu 1400 Morg. 132 Quadratruthen nach S. 110 à 7 Morg. p. Geſpann. 3. 2⁰0 in den Hafer-Feldern zu 397 Morg. 170 HRuthen nach S. 110 à 2 ½ Morg p. Geſp... 145