Teil eines Werkes 
3 (1803) Wirthschafts-Erfahrungen in den Guetern Gusow und Platkow. 3
Entstehung
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ſpannen gepfluͤgte Morgenzahl ſo verſchieden ausfaͤllt. Bei dem dreifaͤhrigen Hafer koͤmmt noch der Umſtand hinzu, daß, wie im 1. Th. S. 34 bemerkt, öofters 3, 4 bis 5 Fahren dem Lande gegeben werden, wenn naſſe Witterung das ſchaͤdliche Bewachſen der Brache beguͤnſtigt.

Das im erſten Theil Seite 5 erwaͤhnte allmaͤhlige Austrocknen des Bruchs erlaubte die Vermehrung der Winter⸗Saat und Vergroͤßerung der Gerſte⸗ Felder. In eben dem Maaße als ſich dieſe vermehrten, verminderte ſich die Ausſaat auf der Hoͤhe und des Hafers im Bruch. Die Tab. XL. zeigt die ſes deutlicher.

Von 179 ½ verpachtete ich einige der entlegenſten Laͤndereien, welches eben⸗ falls die Ausſaat verminderte.

Pflügen. Die Unterthanen ſind gehalten, im Dienſte taͤglich einen hieſigen Morgen

von 300 Quadratruthen(die Ruthe zu 225 Quadratfuß), der 2 Morgen 108 OQRth. 108 Fuß Rheinl. Maaßes, oder, mit Weglaſſung der 108 Fuß, 2§ gewoͤhnliche Morgen haͤlt, in jedem Lande zu pfluͤgen. In den Tab. XLII. und XLlIII. habe ich aus dem Grunde die von den Dienſten gepfluͤgte Mor⸗ genzahl zuerſt angefuͤhrt, und nur die uͤbrig bleibende auf die eignen Geſpanne gerechnet.

Nach eben dieſen Tabellen iſt im Durchſchnitt mit eignen Geſpannen taͤg⸗

lich gepfluͤgt Morgen. Hauf der Hoͤe.... 2 im Bruch in den Gerſten⸗Feldern Heafer⸗Feldern 1

Rechnet man nach S. 102 die Unterhaltungs⸗Koſten eines Ochſen⸗Ge⸗ ſpannes auf einen Arbeitstag zu 1 Rthlr. 4 Gr., ſo koſtet ein Morgen zu pfluͤgen Gr. Pf.

auf der Hoͤhe.... 10 8 im Bruch in den Gerſten⸗Feldern. 12 6 Hafer⸗Feldern