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103 §. 6.
Die Arbeit der Geſpanne beſtehet, wie bereits S. 68 bemerkt, im Pfluͤ⸗ gen, Egen und Fahren. So nuützlich das Walzen iſt, ſo unbedeutend iſt die Arbeit, da ſie des Jahrs kaum 20 bis 30 Tage wegnimmt, die deshalb zu den Ege⸗Tagen geworfen worden.
Die Beſtellung der Aecker iſt bei weitem die wichtigſte Arbeit, und dieſe beſtimmt beinahe allein die Anzahl der zu haltenden Geſpanne. Um ſie gehoͤ⸗ rig zu uͤberſehen, habe ich in der Tab. XL. die ganze Feld⸗ Veſioliang von 1788 bis 1800 auseinander geſetzt.
Mit den Tabellen des Ertrags der Felder im erſten Theil kann dieſes, wenigſtens in Anſehung der Jahre, nicht ſtimmen; weil der Ertrag von 178 ¾ zum Beiſpiel durch die Beſtellung von 178 ⅞ bewirkt iſt.
Wegen des Einfluſſes, den die Verſchiedenheit des Bodens auf die Arbeit hat, habe ich folgende Klaſſen angenommen:
Hoͤhe, Gerſte-Felder im Bruch, Hafer⸗Felder im Bruch.
Die Beſtellung war auf der Hoͤhe und in den Gerſte⸗Feldern im Bruch bei dem Rocken und Weitzen in reiner Brache, bei dem Tabak, Lein, Hanf, Ruͤbſen und Erdaͤpfeln dreifaͤhrig; Weitzen, Rocken und Gerſte in der zweiten Tracht, ſei es nach Brach⸗ oder andern Fruͤchten, zweifaͤhrig; Erbſen und Wicken aber einfaͤhrig, weshalb ich mich auf den erſten Theil dieſer Wirth— ſchafts⸗Erfahrungen S. 34, 35, 78, 86 und 89 beziehe.
Auf den Grund dieſes Verfahrens habe ich in Tab. XLI. die gepfluͤgte Morgenzahl berechnet, und von den Miſt⸗Feldern nur den Theil als dreifaͤh⸗ rig angenommen, der nicht mit Brach⸗Fruͤchten beſtellt war.
Der Hafer im Bruch wird, wie ich im erſten Theil S. 36 bemerkt, meh⸗ rentheils einfaͤhrig beſtellet. Zuweilen iſt von dieſer Beſtellung abgewichen, und dadurch bewickt, daß in den Tab. XLII. und XLIII. die von eignen Ge⸗
Arbeit der Geſpanne,


