X“ Boprfrede
unſre Gräſer beſſer und länger beſtehen, wenn andere Gräſer unter und neben ihnen ſich hervorthun wollen, da der rothe Klee binnen wenig Jahren von al- kerley Gräſern und Kräutern verdünnet und verdrängt wird; weiches auch der Euzerne in einem krautartigen Boden gleichfalls begegnet, die, wenn auch ſchon in den erſten drey Jahren mehr- denn ein- oder zweymal das hervorfommende Gras oder Unkraut ausgejätet worden iſt, doch hernach durch leßtere ſo ſchn übermannet wird, daß ſie, ob ſie gleich in einem nicht krautartigen Boden 10=-=1,5 Jahre beſiehen kann, in einem frautartigen Boden, dergleichen bey mir und'an unzählig vielen andern Orten iſt, abnimmt und vergeht. Es muß alſo jedem Landwirthe daran gelegen ſeyn, die mancherley Gräſer ſeines Feldes und ſeiner Wieſen ſo zu kennen, daß er die beſten hervorziehe und beſonders cultivire, die ſchlechtern aber vermindere, oder nicht eultivire3 und überhaupt es verſtehen zu können, warum das Heu, oder die grünen Gräſer ſeiner nicht künſtlichen Wieſen ſeinem Viehe mehr oder weniger gedeihlich ſind, und dieſex oder jener Viehart beſſer bekommen. Um ſo vieler Urſachen willen habe ich es für ndthig und nüklich erachtet, unſre verſchiedenen Grasarten den Leſern die: ſes Lexicons ebenfalls nicht unbekannt bleiben zu laſſen.
Außerdem was ich größtentheils aus eigener langer Erfahrung, von den Krankheiten unſrer Hausthiere und deren Heilung, ſchon längſt in meinen dko- nomiſchen Schriften dem Publikum mitgetheilet, habe ich vieles aus dem prakti» ſchen Handbuche des Hrn. D. Frenzel hinzugefüget, welcher die Kranfheiten nach. ihrer Entſtehungsart und ihrem Kennzeichen mehr, als viele andere Thliep- ärzte„. ſo angegeben, daß dieſes Handbuch billig. ür den. Händen eines jeden Oekonomen ſeyn ſollte, um feinen kranken Thieren nach den Erfahrungen und wohl eingeſchlagenen Verſuchen unſrer beſten Thierärzte helfen zu können, Und
manche ſd irrige Heilungsmethoden fahren. zu laſſen, oder ſelbige, wo es nothig iſt; zu widerrathen,
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