Teil eines Werkes 
1 (1795) Oekonomisches Reallexicon, worinn alles was nach den Theorien und erprobten Erfahrungen der bewährten Oekonomen unsrer Zeit zu wissen nöthig ist in alphabetischer Ordnung zusammengetragen, berichtigt und mit eigenen Zusätzen begleitet wird. 1
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"er Arten ELIE

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Canäle zieht, um dieſelben zu entleeren, auszutroänen oder zu ſchwächen, damit vas Woſſer davon an einen niedrigern Ort abfieße,(f Aneorroctnen.)

Abgezogen, heißt bey den Böttchern, wenn mit dem Schlichthobel die Boden und Stäbe behobeit und glatt gemacht verden.

AÄbgezogene Waſſer, ſind aller- hand von unterſchiedenen Kräukern, Blu» men, Wurzeln und allerley Gewürzen auf dein Brennfolben, oder vermittelſt eines andern bequemen Brennzeugs, übergetrie- bene und gereinigte Waſſer, welche aud) diſtillirte oder gebrannte YWaßer ge- nannt werden, In großen Städten bey uns findet man eigene Diſtillateurs, in fleinen Städten aber ſind es die Apotheter, Materialiſten und Waſſerbrenner, ja ſelbſt Hauswirthe oder Hauswirthinnen, jedoch die beyden lektern nur für ihr Haus, die ſich mit dieſem Geſchäffte abgeben. Außer dieſen einfachen abgezogenen Waſ- ſern werden auch von Branndewein und andern Materialien, Gewürzen, Früch- ten, Fruchtſchalen u. dgl., verſchiedene

*köſtliche Liqueurs, Aquavite und kebeng-

waſſer, vermittelſt des Abziehens, verfer- igt. In der Germershauſenſchen HGZausmutter wird das Abziehen und die Verſertigung der beliebteſken Liqueurs aus- führlich gelehrt. Cs werden aber ſolche tiqueurs von Jahr zu Jahr deſto gebräuch- licher, je theurer oder ſeltener die ſiärkern Weine werden, Es iſt daher in vielen vornehmen Häuſern Mode geworden, nicht nur zum Frühſtück, ſondern auch baupt- ſächlich bey den Abendmahlzeiten, Liqueurs ſtatt des Weins zu nehmen, welche denn auch mandjen Mägen, wenn fie mäßig ge- grunfen werden, beſſer, als Wein, zuſa-

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Abbatts

gen Uuch biejenigen, welche lieber Biers als Wein, trinken, halten es gern beym Schluß ihrer Mahlzeiten mit einem Gläge- hen Liqueur, noch mehr aber auf Reiſen.

Bbgezogenes Gewichte, adj ftirtes Gewichte, iſt ein ſolches, wel» hes nach einem ächten und durc) die kan- desgeſeße feſtgeſeßten Gewichte von ſichern, beeidigfen Perſonen berichtigt, auch. mit einem Stempel oder andern dabey gebräuch» lichen Zeichen bewährt oder geaichet iſt;(ſ Aichen,) 5

Abhaüten, heißt bey ven Jägern ei- nen Bär auswürken,

Abhalfen, den Feithund nach geen digtem Beſuch in den Zwinger führen, und das Hängſel nebſt der Hälſe abnehmen,

Abhalten, das Schiff auf der Fahrt alſo ſteuern, daß es mehr von dem Winde abgeht, und ſelbigen in den Rücken bes fFömmt, woraus die Revengark entſtanden: Dicht am Winde ſetzeln, und nach- dem man denſelben gewonnen, von ibm abhalten,

Abhang, Abzug, Abfall, eine nicht ſehr merfliche Neigung des Erdreichs, oder ſchräg ablaufende oder ſinkende Seite eines Berges, Ganges, Plaßes, oder auch ganzen Gartens, Ein gelinder 2(b- bang ſinkt allmälich und unvermerkt abz

der ſehr ſchräg ablaufende aber wird ein.

ſiarker Abbantg genannt, Soll das Waſſer irgendswo allmälich abfließen, ſo veranſtaltet man dazu einen Abhang. Für das Pflaſter und die Ae>er, für die Canga- le oder Waſſerleitungen utzd Rinnen, und für die Röhren und Traufen des Dachwer- fes wird der Abhang nach der Klafcer oder Meßruthe mit vielen Linien gemacht, Die

Gärten

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