Abfiſch“
Abfiſchen, diejenigen Fiſche, deren man in einem Gewäſſer habhaft werden fann, herausfiſchen. Der Deith iſt abge- fiſcht, d. i. es ſind die Fiſche, die darinn waren, heraus oder ausgefangen,
. Abſitzen, heißt in einigen Gegenden eine mit Kalk beworfene Mauer mit dem Sprengepinſel beneßen, und Hierauf glätten,
AbAächen, iſt bey dem Deichbau ſo viel als Abdachen.(ſ. Abdachung.)
. Abfledern, Abfiederung, vom Gebrauch des Flederwiſches beym Reine- machen des ausgedroſchenen Korns, Um die unfer dem Dreſchflegel abgegangenen Aehren und Strürzel aus dem gewurften Korne heraus zu bringen, hat der Dre- ſcher einen vier bis fünfrehalb Clien langen leichten Stab, an deſſen Obertheile ein, mittelſt„des Bähens auf einem warmen Heerde, breit und ſteif gewordener Fleder- wiſch befeſtiget-iſt- Mit dieſem ſo genann- ten Flederſtabe fährt ex über das umherge- worfene Korn her, und bringt damit die Aehren-von der Mitte aus an die Seiten ver Tennewand, und von da weiter nac) hintenzu, auf einen Haufen, Dieſes, Ab- Kedern muß oft wiederholt werden, zu viel oder zu lange Zeit hindurch gewurft oder geworfen wird, fo kömmt zu viel Korn über die Achren zu liegen, daß ſodann die Yehren nicht zu Tage geſchafft werden kön- nen, und das Reinemachen des Korns Ta- del verdient» Was dex Jlederſtab nun aus dem Korne herausbrängt, nennt der Dreſcher Abfiederuntt. ts wird in Ge- bunden, die Freuzweis feſt zuſammengebun» den werden, zuſammen eingebunden, wel- ches hiecauf Rurzbund(plattdeutſch Kort- hund) genannt, und gemeiniglich unter dem HäCjel zum Pferdeſutrer vermiſcht,
Wenn“
Abfſieg
oder, wie man meiſtens ſagt, aufgemenget wird. Vor dem Abſfledern eines ganzen Ausdruſches geht noch eine zu gleichem Zweck dienliche Verrichtung vor, die man das Ausähren nennt;(ſ, Ausshren und Rurzbund.)
AbAcgeln, zweyerley Frächte durch das Dreſchen von einander abſondern, Ze. 'B. wenn hohe und niedrige Früchte, als Linſen und Waizen unter einanver gebauet ſind,- Man läße die Garben zuſammenge- bunden in der. Scheune auflegen, erſt blos die längere Frucht abdreſchen, und ſogleich aufheben 3 hernach aber die kürzere Frucht abdreſchen; Dies Verfahren iſt nur im Kleinen bey kleinen A>erwirthen, und doch nicht als vecht wirthlich, anzuratben. Denn was für Zeit gehört dazu, die eine Art von Gerraide abzudreſchen, aufzubin= den und wieder wegzubanſen, ſodann aber, um die andre Art wieder eben ſo zu behan- dein. WGeſekt, die Linſen wären in dem zuvor angegebenen Falle kurz, ſo werden doch auc< durch das Hinwerfen auf der Tenne, durch das Auseinanderbinden, Um- fehren und wieder Aufbinden, allemal eini- ge Schoten aufſpringen und ſich ausfrü» meln, daß man do) feinen reinen Waizen im Ausdruſch erhält, Jm Waizenaer blezben auch die Linſen eben ſv furz nicht, und gehen ziemlich hoh bis an die Aehren heran, daß ſie von dem Dreichflegel doch berührt werden. Kommen die Linſen zu“ leßt zum Ausdrefehen, und man will doch älle Körnex aus denſelben Heraus haben, ſo wird es ja nicht beym Abwmäben und Cine ſammeln der gemiſchten Früchte fehlen kön- nen, daß nicht kürzere Waizenhalme in der Mixte oder in dem Untertheile der Gar- ben anzutreffen ſeyn ſollten. Eo erlangt man-alſo Feinen reinen: Ausdruſch. In
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