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ſchiebe, oder überhängig treibe, Die Ab- dachung der Pfähle und Mauern kömmt mit einander ziemlich überein; ja wenn ein Pfahl mit der Horizontällinie einen Win- kel von 45 Graden ausmacht, ſo hat er zar nichts von dem Seitendrucke der Erde quszuſtehenz nur daß er älsdenn ſehr tief ecken muß, um Erde und Grund genug über ſeinen Fuß zu haben. Däs Maaß der Abdathung könnte zwar nach Graden beſtimmt werden; es geſchieht aber ſolches viel bequemer und richtiger, wenn man die Abdachung nach der Größe der Grundlinie und deren Verhältniß gegen die Höhe pro- portionirtk;
- Abdampfen; wird bey Siedereyen geſagt, da ſich Flüßigkeiten übers Feuer oder in der Sonnenhiße in Dämpfen aufls- ſen. Beſoriders wird dieſes geſagt, wenn vonFeuchtigkeiten die feſten Körper in Däm pfen äbgeſondert werdet,
Abdecken; wird vön Dächern geſagt, ſowohl wenn, mit Fleiß und Ordnung, Ziegel, Rohr oder Stroh zur Ausbeſſerung oder Umdecung des Daches auf- und ab- genommen, oder zum Schaden des Cigen- thümers von Sturnwinden öder Vögeln zerſtöret werden: Wenn die Hoblziegel nicht gut mit dem Einlegen in Kalt ver- wahrt worden, und ſelbige däher vom Witi- de abgewörſen und Löcher gemacht werxven, fo geht das Abde>en leicht fort auf die dar- unter gelegenen Ziegel, Jſtaver eine Deſſ- nung irgendswo in) Dache ſo entſtanden, daß der Wind hineingehen, und alſo von innen hinein wider die gegenüber ſtehende innere Seite des Dachs anſtößt, ſo werden die Ziegel von innen heraus äusgehoben, und: hiemit große Abde>ungen gemacht. Man muß daher dieſem ällen damit zuvor kommen, daß die Hohlziegel gleich anfäng:
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lich wohl in Kalk gelegt, und, wo irgends welche in der Folge herunter gefallen ſind, alsvald neue aufgelegt werden. Ferner iſt es am dienlichlten; wenn die Latten, dar- auf die Ziegel eingehängt werden, ſo nahe zuſainmengenagelt werden; daß die über der untern Reihe liegenden Ziegel dieſe nur gedachten untern, ihrer 2änge nach, über die Hälfte deen, oder ein Ddppeldach (f: dieſes) ängelegt werde, Hak aber der Wind an der einen Dachſeite ein Loch ge- inacht, ſo muß es eiligſt von innen mit Matten, Säcken u, ſs f. zugeſtopft werden, Die Rohrdächer werden, wenn ſie nicht beym Decken gut an den Forſten und Gies beln verwahrt, oder bereits von Alter dün- ne und ſchadhaft geworden, von Sturm- winden eben ſo ſehr, äls die Strohdächer, übgede>t, wie ſolches vor zwey Jahren ge- ſchahe, da die Sturmwinde in ällen Dör« fern an Wohn- mid Wirthſchaftsgebäu- den ihre Spur zurückließen, und überall entblößte Dächer geſehen wurden, In ſolMmen Fällen hilfe man ſich.wie bey den. Ziegeldächern, wobey aber dieſes noch hauptſächlich beobachtet werden muß, daß von außen auf das Dach, wo der Wind ein 2oc< zu machen beginüt, Leitern an- und aufgewörfen werden: nimmt man Egen und gitterweiſe weitläuf- tig zuſaminengedundene Stangen mit zu Hülfe, um den Ränd einer vom Winde gemächten Lücke damit ſo zu befeſtigen, daß ſolche nicht weiter eingeriſſen werden könne. Wird dieſes nicht alsbald bewerkſtelliget, ſo kann das halbe Dach gar leicht, wenn der Sturmwind anhält oder zunimmt, dar- auf gehen, und nichts iſt gefährlicher, als wenn zu ſolcher Zeit Feuer äusbricht, und ängeriſſene Rohr- oder Strohdächer ergreift, da ganze unbeſchädigte Dächer dieſer Art, wenn ſie beſtändig dur< Feuerſprißen, oder
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