Es iſt daher meine innigſte Ueberzeugung:
daß die Landwirthſchaft überhaupt, beſon ders aber die des Preußiſchen Staats, dem Herrn Staatsrath Thaer ſehr viel zu verdan- fen hat:|
daß ohne ihn vielleicht noch lange manches und mancher geſchlummert haben würde;
daß der Staat alles was er in dieſer Hin- ſicht gethan und angelegt hat, mit einem Vor- theil, der ſich wohl ſchwerlich berechnen laſſen dürfte, ſchon zurück erhalten hat, und tauſcnd- fach zurück erhalten wird;
daß der Herr Staatsrath Thaer ſonach ſich um das lebende menſchliche Geſchlecht ver- dient gemacht habe, und ihm no< mehr die Achtung der Nachwelt gebühre.
I< glaube indeß:
daß der Herr Staatsrath Thaer nicht unfehlbar ſei, und bleiben könne, weil es-- ein Menſch 1 iſt; daß er aber eben deshalb weil er dies ſelbſt=- in allen ſeinen Schriften=-- geſtehet, unv wenn er etwanige Irrthümer zu verbeſſern ſucht, deſto achtungswürdiger ſei. Endlich iſt es zwar Pflicht eines jeden, auf eingeſchlichene Mängel aufmerk- ſam zu machen; es führt aber zu weit, wenn man dieſe mit einem Mikroskop aufjucht, denn im leztern Falle bleibt kein Menſch und keine menſchliche Cinrichtung, tadelfrei.


