RI 9 emmanues
zuweilen unter der Firma eines Bichhändlers, eines eine Kondition ſuchenden Oekonomen, oder auch unter meinem wahren Nahmen--- Reiſen zu Pferde, um mich genau von allem zu unter- richten. Bald übernachtete ich in den Hütten der Hirten und Tagelöhner, bald in Krügen und Schenken, bald bei Predigern, Pächtern, Guts- beſizzern oder Bauern.
Wie verſchieden ſind da die Anſichten, welche man auf ſolche Art bekommt! Da erfährt
man, wo der Schuh drückt, woran es liegt! da
ſieht man den ungeheuren Abſtand zwiſchen dem höchſten Elende, der Noth und dem Ueberfluß, und dennoc< mangelnde Zufriedenheit! Da hört man die ungeſchminkte Wahrheit! da wird man zu Vergleichungen, zum Nachdenken gezwungen!
- Jekt bin ich als Regierungsrath im Deko- nomie- Collegium, und als Ober- Commiſſarius in Pommern angeſtellt,
I<h muß meine Leſer um Verzeihung bitten, daß ich hier nur von mir ſelbſt geredet habe. Es iſt nur deshalb geſchehen, um darzuthun, daß ich
nicht ganz unvorbereitet, nicht ganz ohne


