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Anleitung zur Verbesserung und Veredlung der Schafzucht in Rußland / Herausgegeben, auf Verlangen sr. Durchlaucht des Ministers des Innern, von Wilhelm Christian Friebe, Rigaschem Schul-Inspektor, beständigem Sekretair und Mitgliede der Liefländischen Ökonom. Societät, der Kaiserlichen freien ökon. Gesellschaft in St. Petersburg, der Leipziger ökonomischen, der Kaiserlichen naturforschenden Gesellschaft in Moskau, der naturforschenden Gesellschaft in Jena und der ostpreussischen physikalisch-ökonomischen Gesellschaft zu Königsberg Mitglied.
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übrigen Körper- Ihre Höhe nach vorne iſt der Länge des ganzen Körpers gleich, oder er ift 22 bis 23 Zoll hoch und vom Scheitel bis zur Wur- zel des Schwanzes 36= 41 Zoll lang... Die Füße ſind ſtarf und bis zu den Klauen mit Wolle befleidet, eben ſo auch der Schwanz, der bis über die Knietehlen herunter hängt. Ein ſolcher Wid- der giebt jährlich 8== 10 Pfund ungewaſchene Wolle.

Die Schafe gleichen faſt ganz im Baue dem Widder, doch ſind ſie im ganzen genommen flei- ner und feiner gebauf, dabei gewöhnlich ohne Hörner. Sie liefern nur 5= 6 Pfund unge- waſchene"Wolle und werfen jährlich nur ein kamm.

Die Wolle iſt bei beiden(ſo wie auch bei den Hämmeln',* welche 6:== 7 Pfund ungewaſchene Wolle geben) äußerſt fein und weich wie Seide, zugleich kraus, elaſtiſch und fettig- Wegen der leßten Eigenſchaft ſeßt ſich der Staub und die Unreinlichkeit von außen an, wodurch die Schafe immer ein graues Anſehen haben. Bei dem Scheren, welches im May geſchieht, wird die Wolle, nach den verſchiedenen Theilen des Körpers, in 4 Theile getheilt, welche mehr oder weniger fein ſind.== Die röthliche Wolle hielt man ſonſt für die feinſte; dieſe Farbe entſteht aber daher, weil man die beſten Schafſtämme auf dem Rücken mit Okererde beſchmiert, wovon die Wolle

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