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Anleitung zur Verbesserung und Veredlung der Schafzucht in Rußland / Herausgegeben, auf Verlangen sr. Durchlaucht des Ministers des Innern, von Wilhelm Christian Friebe, Rigaschem Schul-Inspektor, beständigem Sekretair und Mitgliede der Liefländischen Ökonom. Societät, der Kaiserlichen freien ökon. Gesellschaft in St. Petersburg, der Leipziger ökonomischen, der Kaiserlichen naturforschenden Gesellschaft in Moskau, der naturforschenden Gesellschaft in Jena und der ostpreussischen physikalisch-ökonomischen Gesellschaft zu Königsberg Mitglied.
Entstehung
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lichen Provinzen des Reichs, vorzüglich zu erhe- ben. Zufolge eines Ukaſes, vom 12ten Januar 1804, iſt feſtgeſeßt worden:

Daß zur Ausbreitung der Schaafzucht in den ſüdlichen Gouvernements, von der hohen Krone unter gewiſſen Bedingungen, Ländereyen vertheilt werden ſollen. Auf ein Schaaf wird nämlich in denjenigen Gegenden, und zwar in den aſtrachan- ſchen, Faukaſiſchen,<erſonſchen und dem ſüdlichen Theil des jekaterinoslawſchen Gouvernements, wo die Schaafe das ganze Jahr im Freien zu- bringen, 1 Deſſätine Land beſtanden. Hingegen wo ſie 5 bis 6 Monate im Stalle gefüttert wer- den müſſen, nur Deſſätine Weideland mit In- begriff der nöthigen Heuſchläge. In beyden Fäl- len iſt dieſe Zuſicherung von Weideland mehr als hinlänglich und es können bey einer zweckmäßigen Eintheilung ſicher mehr Schaafe darauf gehalten werden,

Zur Bedingung iſt aber durchaus die Ausbrei- kung ausländiſcher Schaafzucht feſtgeſeßt. Wer demnach ſich eine gewiſſe Zahl Deſſätinen für die Schaafzucht einmeſſen läßt, der erhält anfänglich die Nußung des Landes auf xo Jahre, während welcher Zeit er die beſtimmte Zahl Schaafe von ausländiſcher Nace angezogen haben muß. Iſt dies geſchehen, ſo erhält er dies Land zur lebens-