Druckschrift 
Untersuchung über den eigentlichen Sinn der höheren Analysis, nebst einer idealistischen Übersicht der Mathematik und Naturkunde nach ihrem ganzen Umfang / Von Ernst Gottfried Fischer
Entstehung
Seite
41
Einzelbild herunterladen

RL ut

ERS

oma

At blofs ats der gemeinen Erfahrung aufgegriffen hatte, wie das Wasser und die Luft des Aristo- teles, oder es waren Stoffe, von denen man überall keinen deutlichen und bestimmten Cha- racter angeben konnte, wie des Aristoteles Erde, oder es waren blofs hypothetische Wesen, wie sein Feuer, nebst den Elementen, welche spä- terhin Paracelsus, Becher und zuletzt Stahl in die Chemie einführten. Eben deswegen war es auch nicht möglich, von den Mischungen dieser Elemente deutliche und bestimmte Begriffe zu geben, und die Zusammıensetzung der Körper aus ihnen durch syntletische und analytische Versuche darzuthun. In der neuern Chemie hingegen hat man es als Grundsatz anerkannt, obgleich nicht ganz consequent befolgt, nur solche Stoffe als Grundstoffe zuzulassen, deren Daseyn sich durch wirkliche Darstellung dersel-. ben, und durch genaue Bestimmun gihrer unter- scheidenden Eigenschaften auf eine völlig un- zweideutige Art darthun läfst; die Mischungen der Körper aber nicht errathen zu wollen, son- dern sie gerade nur so anzuerkennen, wie sie aus unzweideutigen, analytischen oder synthe- tischen Versuchen hervorgehen. Hierdurch ist zwar die Anzahl der Grundstoffe bis gegen vier- zig angewachsen; allein wem ist es unbekannt, welche bewundernswürdige Fortschritte die Wis- senschaft seit der Anerkennung dieses Grund- satzes gemacht hat? In einem Zeitraum kaum eines halben Jahrhunderts hat der Fleifs und