Von den wirthſchaftlihen Wahrheiten, welche ſowshl 16. 3567
Die aus den Durchbrüchen der Wälle entſtehende Ueberſchwemmungen rich- ten zwar auf allen Grundſtücken, die davon betroffen werden, einen ſehr wichtigen Schaden an.
Niemahls aber iſt er wichtiger, als wenn dadurch zugleich ganze Wälder auf eine geraume Zeit unter Waſſer geſekßet, und öfters den ganzen Sommer hindurch nicht wie? der trocken werden,
Bey andern. überſchwemmten Grundſtücken gehen allenfalls nur die Einkünfte - von ein Par Jahren verloren, und öfters wird ihnen ſolche in der Folge wegen der Dün- gung, ſo das übertretende Waſſer bey ſich führet, vortheilhaft.
In den Wäldern hingegen geräth gemeiniglich der ganze Wald durch Tergleichen lange dauernde Ueberſchwemmungen insVerderben,;
Die Wurzeln der Bäume müſſen nothwendig in die Fäulniß gerathen, und da? durch ſchadhaft werden,
Iſt aber dieſes ſchadhaft, ſo iſt auch der ganze Baum, wie ſchon oben erinnerk worden, ſo gut als verloren.
Hieraus ergiebet ſich ganz unwiderſprechlich, daß diejenigen Eigenthümer, welche einen nahe an einem Strohm liegenden Wald beſiken, doppelte Urfache haben, auf die Dauerhaftigkeit ihrer Wälle aufmerkſam zu ſeyn, und auch nicht die geringſte Reparatur, wodurch ein Durchbruch des Waſſers verurſachet werden kann, zu unterlaſſen.
In dergleichen Gegenden hält es ſehr ſchwer, einen einmahl zu Grunde gerichte ten Wald gehörig wieder herzuſtellen, indem der Anbau des jungen Holzes daſelbſt weit mehrern Schwierigkeiten, als auf hoch liegenden Orten, ausgeſeßet iſt.
6. 848. Voy einem't?ittel, wodurch auch die Verſandungen der nahe belegenen Zütungsplätze, ſoaus den Ueberſchwen:mungen zu entſtelzen pflegen, vermieden werden können.
Die Ueberſchwemmungen richten in ſolhen Wäldern nicht allein in Anſehung-des Holzes, ſondern auch in Rückſicht der darin befindlichen Hütung und Weide öfters viele Verwüſtungen an.
Beſonders pflegen die großen Flüſſe durch das mit einer gewiſſen Gewalt austre- kende Waſſer eine große Menge von Sand auszuwerfen, und damit einen anſehnlichen Theil der herum liegenden Gegend öfters 1 bis 2 Fuß boch zu überdecken.
. Daß hiedurch befonders die Weide in den Wäldern, wo nicht gänzlich, doch we- nigſtens auf viele Jahre, verdorben und unbrauchbar gemachet werden müſſe, iſt nicht allein der Vernunft gemäß, ſondern es lehret ſolches auch die Erfahrung.
In den Eichwäldern, von welcher Art gemeiniglich die an den Ströhmen und Flüſſen liegende zu feyn pflegen, iſt die darin befindliche Weide, wegen ihres guten und nahrhaften Graſes, nicht der geringſte Artikel von der Waldnußung-
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