Teil eines Werkes 
Siebenter Band (1783)
Entstehung
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Von den wirkhſchaftlichen Wahrheiten- welche ſowohl 26. 565

ſchaffe, und ſie beſonders in ihren allzuvielen Aeſten, wie es' nach dex Sprache der holz: rechten Forſtverſtändigen'genennet zu werden pffeget, ausſchnüren laſſe;

Mar darf nicht beſorgen; daß das maſtträgende Holz, welchem dieſer Feßler be- ſonders-gemein-zu ſeyn-pfleget,. dadurch in dem Mäaſttragen werde*'gehinderr noch geſchwär

et werden

e. Dieſelben zeigen die beſte und nußbarſte Maſt hauptſächlich in ihren Wipfeln vder: Zöpfen; und- dieſe'muß man damit allerdings' verſchonen.-

Die untern Zweige aber',- welche vorzüglich den freyen Zugang der Luft und Sonne'verhindern,. trager ohnedem entweder"gar keine Maſt, oder ſie gelanget doch eben- falls wegen des ermangelnden freyen Zuganges der. Luft und. Sonne,, niemahls zu der ge-

hörigen. Reifs und. Vollſtändigkeit.- 8

S. 846: Pon den Ueberſchwemmüungen;. daß ſolche ebenfalls in dem Zolz, beſönders aber in den Eichwäldern, vielen Schaden anrichten.

Oefſters ſind'auch- die. Wälder, beſonders diejenigen, die in einer Niederung und naßhe'an vorbeyfließenden Strößmen und Flüſſen liegen, der Ueberſchwemmung ausgeſeßet.

Die Erfahrung lehret,. daß- dergleichen Ueberſchwemmungen; beſonders, wenn ſie ſic) zu wiederhohlten Mahlen einſtellen, und das Waſſer eine geraume Zeit ſtehen blei- bet, allen Arten von Bäumen höchſt ſchädlich. ſind:

Vorzüglich: leiden-dadurch. die Wurzeln. derſelben gar ſehr; uns werden leicht in Fäulniß geſeßet::;

Ein jeder: Baum aber; der eine'verdorbene und ſchadhafte Wurzel hat, iſt ſo gut, als verloren

Denn dieſe'iſt es, die dem ganzen Baum nicht allein die benöthigte Nahrungs? Säfte aus der Erde zubeteitet, ſondern auch zuführet.

In Anſehung der Kiefer-'und Tannenwälder hat man wohl nur ſehr ſelten Bey- ſpiele, daß ſolche der Ueberſchwemmung ausgefeket ſeyn ſollten indem ſolche gemeiniglich eine hohe'Lage, die ſie davon gänzlich befreyet,. zu haben pflegen.

Deſto mehr aber nimmt man ſolches bey den Eichwäldern wahr.

Mam trifft zwar auch.an Orten,. wo die öftere Ueberſchwemmungen gewöhnlich ſind, der-äuſſern Geſtalt nach, das Holz in dem beſten Wachsthum an, und gemeiniglich findet man an ſvlchen-Orten. die größeſten und ſtärkſten Eichbäume.

Allein bey einer nähern angeſtellten. Unterſuchung wird niemahls verborgen blei- ben können, daß dieſe. Eichen. ihre vorzügliche Größe und Stärke nur hauptſächlich dem fetten Boden, worin ſig ſtehen, zu danken haben,. ſonſt aber wenig tragbar ſind, und die meiſten von ihnen entweber zopftro>en, oder ſonſt einen Schaden in ihrem Stamme haben.

Ueberhaupt wird eine Brucheiche'niemahls: die'Dauerhaftigkeit, die man an den Landeichen verſpüret; von ſich. zeigen.

Sie wächſet zwar ſchnell.und-ſtark, vergeher'aber auch deſto geſchwinder,

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