jn ZY): wird denn auch der verſprochene vierte Band der ODeconomia Fo-
„enſis dem geneigten Leſer zu ſeiner Prüfung vorgelegt..
Der Verfaſſer hat ſich zwar in der Vorrede des dritten Bandes.da- hin geäußert, wie ex in dieſem vierten Bande hauptſächlich von dem Urſprun- ege, verſchiedenen Beſchaffenheit und Pflichtaleijtungen des Dauer? Standes zu handeln geſonnen wäre.;
Bey näherer Ueberlegung aber hat er, wegen verſchiedener Umſtände, be- ſonders in Anſehung des kurz vorhergehenden 6ten Zauptſiücds, welches von den WMeliorationen und Deteriorgtionen handelt, ſeinen Vorſaß hieruntey geändert, und ſich, wegen der genauen Verbindung, worin dieſe Materie mit dem vorerwehnten sten Hauptſtück ſtehet, die bey, der Abſonderung des Lehns und Er- bes vorkommende dkonomiſche: und juriſtiſche Wahrheiten unmittelbar naH dem- ſelben vorzutragen; entſchloſſetz-[M8 0,0
Wie auch, bey den vorfallenden Abſonderungsgeſchäften des Lehns und Erbes, gemeiniglich die Frage'von Abfindung ſo wohl der Töchter als auch der Wittwen/ aus. den Lehnen mit vorzufallen pfleget; ſv hat. dieſes den Ver- faſſer Gelegenheit gegeben in dem zwweyten und dritten Abſchnitt die dahin einſchlagende Säßze ebenfalls zu berühren. in | Daß die in dieſem gegenwärtigen Bande-zum Vorträge gewahlte Gegen- ſtände mit.der Materie von dem Urſprünge, LTIatur und Verpflichtungen der Unterthanen gleich nüßlich:und wichtig ſind daran wird wohl Niemand von den geneigten Leſern einen Zweifel tragen;
Erbfälle, wo Lehnsfolger und Allodialerben zuſammen kommen, und aus: einander geſeßt werden müſſen, fallen täglich vor. Das dabey Streitige iſt nur ſelten durch deutliche Geſeke beſtimmet, und ſchr oft inuß man zu einer ungewiſ- ſen und wankenden Gewohnheit dabey ſeine Zuflucht nehmen. Auch kommet es bey der Entſcheidung ſolcher ſtreitigen Fälle hauptſächlich auf eine richtige und ge-
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