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als mit reinen und friſchen Waſſern angefüllet ſind; Teiche endlich, die nicht in genugſa- mer Menge vorhanden, ſondern wo es öfters an dem-Nothwendigſien fehlet, können nie» mahl den wahren von einer Teichwirthſchaft anzuhoffenden möglichen Nuten gewähren. Sind nun alle dieſe bemerkte Fehler dem vorigen Beſißer wegen Nachläßigkeit in - ver ihm obliegenden Vorſorge beyzumeſſen, ſo wird ihn auch niemand von der Vertretung . des Abganges, den eine ſonſt vollſtändig eingerichtete Teichwirthſchaft liefern kann, Frey»
zuſprechen vermögend ſeyn;' 8.1236 y Pon den Deteriorationen bey der wilden Fiſcherey.
Selbſt bey den wilden Fiſchereyen kann zwar, wie ich bereits in der zweyten Ab-
Handlung erinnert habe, der menſchliche Fleiß zu deren Verbeſſerungen wenig beptragen. Deſtomehr Schaden aber iſt der Eigennuß und Nachläßigkeit der Beſißer dariun anzurich- Daß die unterlaſſene Schonung in der Laichzeit und das unvernüuftige
ten im Stande« t| J gen Fiſche den Grund zu einer wahren Deterioration einer wilden
Herausnehmen aller zun Gr Fiſcherey ſey, habe ich in dem gegenwärtigen Werk, beſonders aber in dem erſten 5aupt-
fivX des Erſtey Bandes ſchon bey verſchiedenen Gelegenheiten erinnert. DEE: Wenn man auf das, was in dem gemeinen Leben vorgehet, nur einige Achtung hat, ſo wird man wahrnehmen, daß kaum die vollſtändigen Eigenthümer dieſe Regel be- - pbhachten, und daraus läſſet ſich leicht der Schluß machen, was man hierunter ſich von “den Zeitbeſißern, die auf künftige Zeiten zu denken feine Urſach haben, verſehen könne?
- Werden ſie inzwiſchen deshalb von ihren Nachfolgern in Anſpruch genommen, ſo dürfen ſie es ſich nicht befremden laſſen, wenn ſie von einem gerechten Richter zu einer gerechten Entſchädigung verurtheilet werden... 18 19 ] Die Nachweiſung der zur Ausmittelung eines ſdlchen Schadens erforderlichen Mit- tel aber-behalte ich) mir, ſo wie bey den vorigen Fällen geſchehen, bey einer andern zie,
' nächſten ſich zu eräugnenden Gelegenheit vor. iE
Ende des Dritten Theiles,?


