ward verleitet, ſie für Meſtizen zuhalten, bis der Di- rector der Großherzoglich Badiſchen Schsfereien dffent- lich erklärte, es ſeyen dieſelben reineOriginals und durch- aus edles Blut.' N
Fern von allen hämiſchen Nebenabſichten habeich- dieſe Sache ganz unparteiiſch-und der ſtrengſten Wahrheit ge- mäßerzählt, und dabei keinen andern Endzwe gehabt, als den, zu beweiſen, daß die deutſche'Schaafzucht ſich weit über die ſpaniſche emporgeſchwungen hat, und daß alle diejenigen, welche glauben, vein ſpaniſcher Originale zu bedürfen, um ihre Schäfereien auf den höchſten Grad der feinen und edlen Wolle zu bringen, im Jrrchum be- fangen ſind.!
Die gedachten Badiſchen Schaafe aber halten in Ge- ſtalt faſt gerade das Mittel zwiſchen den Electorals und Infantado's. Sie haben die Länge und die etwas hohen Beine der erſten, und wiederum den ſtarken Körper und'ei- nige Halsfalten von den leßtern. Ihre Wolle neigt ſich in der Sanftheit und dem wenig klebrigen Fette mehr der der Electorals.
Fragen wir nun,- nach dieſer vergleichenden Ueber- ſicht, die uns das Zunehmen der deutſchen Shaafzucht in Quantität und Qualität zeigt: wird und muß dieß nicht zu einer Ueberfüllung des Marktes und einer großen Erniedrigung des Werthes der Wolle wirken?-- ſo kann die Antwort nur folgende ſeyn: Deutſchland kann ſeine Wolle auch noch weit unter ihrem gegenwärtigen Preiſe produciren. Denn je mehr Intelligenz bei der Schaaf- zucht, ſo wie bei jedem andern Gewerbe, angewandt


