ne EE SCEE
/
XVI.
Dua Ueberſicht der höhetn Schaaf. nN
zucht in Deutſchland.
Wenn wir die' verſchiedenen deutſchen Provinzen in Hinſicht der Schaafzucht ſowohl in Quantität als Qua- lität gegen einander ſtellen, ſo finden wir eine große Ver- ſchiedenheit. Manche derſelben haben nicht allein der Zahl, ſondern auch der Güte nach ein bedeutendes Uehergewicht vor den übrigen, und gerade da, wo die Zahl überwiegend groß iſt, da finden wir auch, daß die edelſten Heerden
vorhanden ſind. Jc< darf zum Beweiſe nur Sachſen,
Schleſien und Mähren nennen. In dieſen drei Provin- zen erreicht die Zahl der Schaafe ziemlid) die der Men- ſchen, in der erſtern überſteigt ſie dieſelbe ſogar. Da- gegen in andern, als Böhmen, Bayern, Würtemberg, Heſſen und Hannover ſteht ſie weit unter der Einwoh- nerzahl. Mehr nähert ſie ſich derſelben in Oeſter- reim, Medlenburg, der Mark Brandenburg und in Pom- mern.
Unter allen deutſchen Provinzen erwarb ſich Sachſen
mit ſeiner Wolle den früheſten und vorzüglichſten Ruf. Die landwirthſchaftlichen Verhältniſſe begünſtigen dort„die
u= EE


