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und da Unerfahrne täuſchen und kaufen dergleichen Thiere, zwar wohlfeil, aber doch zum größten Nach- theile ihrer Heerden.)|
Rechtliche Schaafzüchter werden zwar nie den Vorwurf auf ſich laden, Thiere, deren Werth nicht entſchieden iſt, anzupreiſen. Sie werden vielmehr, um ihren Ruf für die Dauer zu erhalten,„nur darauf bedacht ſeyn, die Waare ſtets dem Preiſe gemäß zu liefern, und lieber ein mittelmäßiges Thier für geringeres Geld, als ein ſchlech- tes an Unkundige theuer'verkaufen.
Daabermitjenen übertriebenen Lobpreiſungen gewdhn-
lich noch die Sucht, das, was Andere haben, zu verkleinern t
und herabzuſetzen, verbunden iſt, ſo muß man, wenn man Zuchtvieh ſucht, ſehr behutſam ſeyn. Gewdbhnlid) hört man, ſo wie man in gedachter Abſicht in irgend eine Schäferei kommt, eine Menge Tadel und Geringſchä- Sung anderer Heerden, beſonders deren in der Nachbar- ſchaft. So kleinlich und engherzig dieß auch iſt, ſo verfehlt es doch ſehr oft ſeine Wirkung nicht. Man zeigt allenfalls wohl noch, um die Sache mit Beweiſen zu unterſtüßen, Thiere, die man da oder dort aus berühmten Schäfereien gekauft hat, odergefaufthaben will, die hd<ſt ſchlecht ſind. Da es nun auch in den edelſten Heerden vorkommt, daß dergleichen Exemplare geboren werden, ſo handelt jeder Schaafzüchter ganz gegen ſeinen wahren Vortheil, wenn er dergleihen Thiere verkauft. Ohne- hin kann der Preis derſelben nur niedrig ſeyn, und er ſchadet ſich am Rufe ſeiner Heerde durch einen ſolchen Verkauf zehnmal mehr, als was er ihm einbringt.
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