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Meine Erfahrungen in der höhern Schaafzucht / von J. G. Elsner
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zen,.in ihrem Eifer nicht:nächzulaſſen, damit die deutſche Wolle ihren Ruf und ſomit ihre nerüde Nachfrage be-

halte.- Denn fich: ſelbſt hätten ſie es zuzuſchreiben, wenn ſie den Gewinn, welchen ſie in dieſem Handel

maden, und noch in Zukunft machen kbnnen, dadurch

verldren, daß ſie durcheine beſſere Waare aus ändern Ländern vom engliſchen Markte verdrängt. würden. Darum liegt es auch nicht minder in ihrem JInter- eſſe, ein gutes Product nicht unter ſeinen Werth her- abzuwürdigen, und ſie(nämlich die aufgeklärten Woll- händler) werden nie in den kleinlichen Krämergeiſt ver- fallen, deſſen ſi) manche ſchuldig machen, durch Spott- gebote den Schaafzüchter zu entmuthigen. Ueberhaupt kominen dergleichen Fälle nur älsdann vor, wenn durch Ueberfüllung eines Wollmarktes zuletzt die Nachfrage be- friedigt iſt, und das Angebot der Waare noch fortdauert. Dieſem Uebel kamm nur durch Woll-Lagerungs- Häuſer abgeholfen werden. Nur müſſen freilich dabei auch An- ſtalten zu Darlehnen für die Deponenten vorhänden ſeyn,

weil ſonſt das dringende Geldbedürfniß dieſelben zwingt,|

von der Lagerung keinen Gebrauch machen zu können,

und um jeden Preis los ſchlagen zu müſſen. In den

preußiſchen Staaten iſt die Seehändlung ſehr wohlthätig ims. Mittel getreten, indem ſie beides, die Lagerung und das Därlehn für die Producenten beſorgt. Es iſt dieſe Veranſtaltung deßhalb ſo hd<h<ſt vortheilhaft für die Schaafzücht, weil ſie einer unndthigen Entwürdigung der Waare vorbeugt. Denn nicht die Ueberproduction, ſondern nur das qaugenbliliche Anhäufen der Wolle auf