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Meine Erfahrungen in der höhern Schaafzucht / von J. G. Elsner
Entstehung
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WEHNEN(ARE

kleinen Stapel in der Länge, herauf bis zur Spiße, ſo findet:iman, daß ihre Bogen nach oben zu immer unregelmäßiger werden, und oft ſo, daß mehr als 3 derſelben ausſpringen und ſich in eine unregelmößige Krümmung verwandeln. Waren die Wollhaare bis in die Spilze von gleicher Geſchmeidigkeit, ſo müßten jene Biegungen, wie dieß bei vorzüglich ſanfter und geſchloſſener Wolle wirklich der Fall iſt, ſic) die ganze Länge hindurch vollkommen gleich bleiben. Dieſe Sprd- digkeit und unrichtige Schnellkraft, welche die gezwirnte - Wolle hat, wird man am beſten gewahr, wenn man eine Flo>e zwiſchen den Fingern ſpannt und daun losläßt. Sie tritt dann nicht, wie die ſanfte Wolle, allmälig in ihre natürliche Lage zurüX, ſondern dieß geſchieht. mit einem gewaltſamen Schnellen. 4

Fragen wir nun nach den Urſachen dieſes Sprode- werdens, ſo finde ich ſie nach meinen Beobachtungen in Folgendem:

1) Hat eine gar zu ſchnell betriebene Ueberfei- nerung der Wolle in manchen Heerden dieſen Fehler erzeugt. Man hat ihn daher eine Ueberbildung des Wollhaares genannt- Man würde aber einen großen Trugſchluß machen, wenn man annehmen wollte, die- ſer Fehler ſey'bei einer Steigerung der Schäferei zur höchſten Feinheit durchaus unvermeidlich. Eine Menge Heerden ſtellen bereits das Gegentheil auf. Nah meiner Anſicht beging man in früheren Zeiten haupt- ſächlich darin einen großen Fehler, daß: man fich durc) den Schein blenden ließ, und eine Wolle mit hohen