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„ZES SEES
I.
Die verſchiedene Ausbildung der Wolle.
Unter Ausbildung der Wolle verſtehe ich theils ihre urſprüngliche Beſchaffenheit, wie ſie aus dem Zel- lengewebe der Haut hervorkommt, theils aber auch und hauptſächlich die Form, die ſie in der ganzen Länge und Vereinigung ihrer Haare annimmt. Mei- ſtens iſt dieß Folge der Vererbung, mitunter aber auch Folge der Wartung und Haltung, der Trift und Füt- terung.
Aus dem Zellengewebe der Haut muß die Wolle allemal ſo hervorbrehen, wie die Form der Zwiebel- drüſe, aus welcher das Haar kommt, es erfordert. Iſt dieſe Drüſe von feiner Organiſation, iſt ihre Oeff- nung eng, ſo muß das Haar, was daraus hervor- bricht, dünn(fein) ſeyn, eben ſo umgekehrt. Dieſe Formen bringt aber das Thier in ſeiner Haut mit zur Welt. Nachbilden werden ſie ſim nie, ob ſie gleich zerſtdrt werden können. So wachſen 3. B.+da, wo ein auch noch ſo feines Schaaf einen Hautſchaden er- litten hat, und alſo dieſes Zellengewebe zerſtdrt wor- den iſt, anſtatt der Wolle, Hundshaare. Da nun
Elsöners Schaafszucht, 2


